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Tour mit Godsmack durch die USA

Dänemarks heiß gehandelter Singer-Songwriter Bastian da Cruz im Interview

Für den dänischen Singer-Songwriter Bastian da Cruz gehen zum Start von 2024 gleich mehrere Träume in Erfüllung. Zu Beginn des Jahres hat er sein erstes und mit Spannung erwartetes Album „21“ veröffentlicht.

Bastian Da Cruz
Bastian da Cruz: Debütalbum „21“ raus – und gleich mal auf Tour durch die USA. (Morten Rygaard)

„On top“ tourt er gerade als Special Guest mit der Hard-Rock-Band Godsmack durch die USA. Los ging es am 15. Februar in Tulsa, seither folgen fast täglich Auftritte in voller Hütte. Nashville, Orlando, Miami Beach, Scottsdale, Kansas City usw. usf.

Kurzum: Es ist gerade mächtig was los im Leben von Bastian, weshalb wir uns sehr freuen, dass es kurz vor knapp mit einem NORDISCH.info-Interview geklappt hat.

„Die meisten Texte beziehen sich auf Personen oder Zeiträume in meinem bisherigen Leben“

In der Musik geht es häufig um Träume oder Verarbeitung. Bastian, wie viel davon steckt in deinem neuen Album „21“?
In meinem Album geht es um Geschichten über Personen, die eine große Rolle in meinem Leben gespielt haben. Menschen, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. In meinen Liedern erzähle ich also im Grunde Geschichten aus meinem Leben.

Kannst du das an einem Songbeispiel konkretisieren?
Ja, zum Beispiel ist „Come Home“ ein Lied darüber, wie sehr ich meine Großmutter jeden Tag vermisse. Ich würde daher sagen, dass es in meinen Songs vor allem um Verarbeitung geht – und nicht so sehr ums Träumen.

„21“ ist dein Debütalbum, was sich natürlich großartig anfühlen muss. Mal ganz naiv gefragt: Wie geht man ein so wegweisendes Projekt an? Was macht es mit einem?
Ganz ehrlich, es bedeutet mir die Welt. Die Fertigstellung dauerte dreieinhalb Jahre. Für mich ist es ein Traum, endlich mein erstes Album herauszubringen, damit es die Welt da draußen hören kann.

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Special Guest bei Godsmack: das aktuelle Tour-Plakat. (Birdymotion)

Gibt es einen Song, den zu schreiben du im Nachhinein als harte Nuss bezeichnen würdest?
Ja, auf jeden Fall: „I Used To Call“. Dieses Lied bedeutet mir wahnsinnig viel, denn es handelt von einer Person, die für mich als Kind ein großes Vorbild war. Eine Person, zu der ich wirklich aufgeschaut habe. Aber als ich älter wurde, stellte ich fest, dass dieser Mensch doch nicht so gut für mich war. Es war emotional schwierig, diesen Song zu schreiben.

„Aktuell kann ich mit dem Verarbeiten kaum mithalten, weil so viel geschieht“

Aktuell bist du auf Tour in den USA. Nimm uns mal mit…
Es ist ein Traum, und es fällt mir gerade schwer, das Ganze anzunehmen, weil es eine so große Sache für mich ist. Ich freue mich riesig, mit den Jungs von Godsmack auf Tour zu sein und Abend für Abend vor so vielen Menschen zu spielen. Aktuell kann ich mit dem Verarbeiten kaum mithalten, weil so viel geschieht.

Wie bist du eigentlich zur Musik gekommen? Klassisch über die Blockflöte in der Schule, oder wie waren die Anfänge?
Als ich zehn Jahre alt war, schenkten mir meine Eltern ein Schlagzeug, obwohl ich zuvor noch nie gespielt hatte. Das habe ich dann ein paar Jahre geübt und begann irgendwann, darüber nachzudenken, ob ich mit Musik mal meinen Lebensunterhalt verdienen könnte.

Das muss ein sehr motivierender Gedanke sein.
Absolut, das ist es. Also fing ich an, noch Klavier und Gitarre zu spielen. Und gerade im Zusammenspiel mit der Gitarre stellte ich fest, dass ich es wirklich liebe, Lieder zu schreiben.

Häufig hört man von Musikern, sie seien von dieser oder jener Gruppe bzw. von diesem oder jenem Stil inspiriert. Wie ist das bei dir?
Ich interessiere mich für alle Musikstile sowie -genres und bin da ziemlich aufgeschlossen. Aber meine größte Inspiration war und ist ganz sicher der nordirische Singer-Songwriter Foy Vance!

„Ich habe kein Label, also gehe ich Tag für Tag und Schritt für Schritt“

Bastian Da Cruz
Singer-Songwriter Bastian da Cruz: Alles startete mit einem Schlagzeug, aber so richtig los ging es mit der Gitarre. (Morten Rygaard)

Wo siehst du dich in, sagen wir, fünf Jahren? Oder gibt es in dem Sinne keinen Plan?
Nein, ich habe keinen genauen Plan. Ich habe kein Label, also gehe ich Tag für Tag und Schritt für Schritt. Im Moment funktioniert das so, aber ich hoffe, dass ich in Zukunft konkretere Pläne für mich und meine Musik schmieden kann. Ich kann aber definitiv sagen, dass ich in fünf Jahren immer noch Musik machen und es genauso lieben werde wie jetzt.

Hand aufs Herz (und unabhängig von der Kohle): Lieber große Halle / Stadion – oder lieber kleiner Club?
Es gibt noch einiges zu tun, bevor ich in die großen Stadien kommen kann. Bislang habe ich etwa 250 Konzerte in meist überschaubarem Rahmen gespielt. Dabei merke ich immer wieder, dass es für mich nicht auf die Größe des Publikums ankommt. Musik zu machen, ist mein Ding – dabei interagiere ich gerne mit Menschen. Das macht es für mich aus.

Lieber Akustik – oder lieber mit Band?
Ich bin für beides bereit, weil es bestimmt zwei komplett unterschiedliche Konzerterlebnisse sind. Ich sage das deshalb im Ungefähren, weil ich bis jetzt tatsächlich noch nie mit einer kompletten Band gespielt habe. Reizen würde mich das sehr.

Lieber tüfteln am Text – oder lieber an der Melodie?
Auf jeden Fall beides! Es macht mir einfach Spaß, Musik zu schreiben. Dabei werde ich nie in der Lage sein, das eine über das andere zu stellen. Da gibt es für mich keine Entscheidung zwischen A und B.

Lieber Bastian, wir danken dir für die offenen Worte und wünschen viele Erfolge auf deiner Tour durch die USA. Lass uns danach gerne noch mal quatschen, wie es war. (Übersetzung: Sophia Vogel / Birdymotion PR – danke auch dir!)

Weitere Infos zu Bastian da Cruz bei Spotify und auf Instagram.

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