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Ausgezeichneter Isländischer Arthousefilm feiert Deutschlandpremiere

Under The Tree – Vom kleinen Krieg und seinen Opfern

Wie dünn doch die Schicht der Zivilisation ist. Wie der Mensch sich selbst am meisten im Weg steht. Und wie teuflisch eine Gewaltspirale sein kann. All das zeigt der Kinofilm „Under The Tree“, der am 16. Mai in Deutschland Premiere feiert.

Under the Tree Film
Filmausschnitt. (© Netop Films)
Der isländische Regisseur Hafsteinn Gunnar Sigurðsson führt in matten Farben und beklemmenden Szenen die Fäden dieser Geschichte, in deren Mitte das isländische Rentnerpaar Inga und Baldvin stehen. Das Paar, das sich vom Suizid eines seiner Söhne nie erholt hat, lebt im Streit mit den Nachbarn im Reihenhaus. Auslöser ist der geliebte Baum im Garten von Inga und Baldvin, der einen Schatten auf die Terasse der Nachbarn wirft. Von anfänglichen Sticheleien über geworfenen Hundekot eskaliert der Konflikt zwischen den Parteien langsam aber stetig, dem Vorbild einer klassischen Tragödie folgend.

Als der zweite Sohn von Inga und Baldvin noch ins elterliche Haus zurückziehen muss, weil die Mutter seiner Tochter ihn rauswirft, verdichten sich die Handlungsstränge und steuern unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen.

Der isländische Film aus dem Jahr 2017 hat bereits zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen gewonnen und wurde als Islands Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei den Oscars eingereicht.

Sparsam eingesetzte Musik, lakonische Dialoge, nicht ohne Witz, doch die meisten Lacher bleiben im Halse stecken. Von uns erhält Sigurðssons Film die volle Punktzahl, egal auf welcher Skala. Ein Kleinod, der in der isländischen Filmlandschaft für alle sichtbar funkelt.

Trailer von Under The Tree

Schlimme Helena

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