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Mit dabei: 4 kg schwerer Crumlin-Meteorit

Little Museum of Dublin stellt 35 außergewöhnliche Gegenstände zum „Irisch-Sein“ aus

Ein waschechter Kultur-Tipp fürs Frühjahr: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Nationalmuseum Nordirlands stellt ab diesem Montag das Little Museum of Dublin 35 Artefakte aus, die das „Irisch-Sein“ aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

crumlin meteorit
Definitiv am weitesten gereist zur Ausstellung: der Crumlin Meteorit. (Foto: The Little Museum of Dublin)

Der Titel der Ausstellung „You Say You Love Me But You Don’t Even Know Me“ sagt bereits, worum es den Initiatoren geht. Um ein besseres Verständnis voneinander und um Identifikation im Ganzen, was in Irland und Nordirland leider kein Selbstläufer ist. Die Historie, jüngst der Brexit, es hakt.

Daher war und ist man vom Start weg bemüht, auch organisatorisch Zeichen zu setzen. Passend dazu wurde die Ausstellung von Dublins Oberbürgermeisterin und ihrem Pendant aus Belfast eröffnet.

Die Ausstellung sei „ein großartiges Beispiel für die positiven Ergebnisse, die sich aus der Zusammenarbeit und dem kulturellen Austausch auf unserer gemeinsamen Insel ergeben“, teilte Dublins OB Alison Gilliland mit.

Kate Nicholl, OB von Belfast, sprach davon, dass die Ausstellung „die Gemeinsamkeiten unserer Geschichte in den Mittelpunkt rückt.“ Ferner sei die bis zum 6. Juni andauernde Leihgabe getragen von tiefer Freundschaft und Respekt. Danach geht es für die Exponate zurück nach Belfast.

Die sehenswerte Ausstellung weilt bis zum 6. Juni 2022 in Dublin

Inhaltlich spiegelt jedes der sorgsam ausgewählten Exponate einen besonderen Moment der irischen Kulturgeschichte wider. Sie stammen aus Bereichen wie Mode, Folklore, Archäologie oder Kunst.

dublin museum ausstellung
Weitere Exponate, darunter eine Gold-Kopie (oben rechts) aus dem Hort von Broighter – eisenzeitlicher Schatz aus Londonderry (Foto: The Little Museum of Dublin)

Und auch aus den Tiefen des Alls, wofür ein 4,3 Kilogramm schwerer Meteorit steht, der am 13. September 1902 in der Nähe der kleinen Gemeinde Crumlin (Grafschaft Antrim) einschlug.

Dass sich dieses wundervolle Unikat kurz später im Britischen Museum in London wiederfand, soll in Irland seinerzeit für große Empörung gesorgt haben. Dem Museum sei es gelungen, „einen weiteren irischen Schatz zu erbeuten“, lauteten damals bissige Kommentare in der britischen Presse.

Heute ist man froh, den kosmischen Klumpen wieder auf der irischen Insel zu wissen. Denn „Meteoriten fallen wahrlich nicht oft vom Himmel. In den letzten 200 Jahren wurden in Irland gerade einmal acht Einschläge geborgen“, zitiert Dublin Live einen Naturwissenschaftler.

An London gerichtet, könnte man daher (augenzwinkernd) sagen: Wartet gefälligst auf eure eigenen Meteoriteneinschläge! Hier die Webseite des Museums mit allen Infos zur Ausstellung. Tickets können dort ebenfalls gebucht werden.

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sh

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