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Wenn der Herbst naht

Finnland: Tierärzte warnen Hundebesitzer vor Vergiftungsgefahr durch Pilze

Urlauber mit Hund müssen (auch) in Finnland in den kommenden Wochen und Monaten mit einer Gefahr rechnen, die viele so gar nicht auf dem Schirm haben: Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr von Pilzen, die zu dauerhaften Schädigungen und Schlimmerem führen können.

Pilzvergiftung Hund Symptome
Laut der Tierärztin Sanna Viitanen ist es wichtig, dass Hundebesitzer so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen, wenn sie sehen, dass ihr Tier einen Pilz zu sich nimmt, von dem sie nicht wissen, ob er essbar ist. (Foto: depositphotos.com)
So berichtet Yle.fi, dass jedes Jahr im Herbst die Tierkliniken des nordischen Landes vermehrt mit Akutbehandlungen zu tun haben, die in etwa auf solche Fälle zurückzuführen sind: Hund schnüffelt im Unterholz, findet den Pilz und beißt beherzt zu. Schnell ist’s passiert.

Da Geruch und Konsistenz vieler Arten die Vierbeiner ganz offensichtlich nicht vom Verzehr abhalten, sondern eher ermuntern, ist das Problem als durchaus diffizil zu beschreiben. Denn wer einen Hund hat, weiß genau, wie schwierig lückenlose Überwachung in der freien Natur ist – selbst an der Leine.

Tierärzte weisen daher darauf hin, dass Hundebesitzer so schnell wie möglich zum Doc sollten, wenn sie eine Nascherei von Pilzen erkannt haben. Das gilt natürlich vor allem für Pilze, bei denen bekannt ist, dass sie nicht essbar sind. Das gilt aber auch, wenn man sich gerade nicht sicher ist.

Vom Grundsatz her ist es so: Pilze, die für Menschen giftig sind, sind auch für Hunde giftig. Außerdem werden die Symptome einer Vergiftung bei Hunden und Menschen als durchaus ähnlich beschrieben.
Idealerweise gelingt es Hundebesitzern, Teile des verzehrten Pilzes oder direkte „Nachbarn“ aufzusammeln und mit in die Praxis zu bringen. Verständlicherweise erleichtert das die Notbehandlung immens.

Dass mit dem Thema keineswegs zu scherzen ist, zeigt allein: Einige finnische Pilzarten können für Hunde tödlich sein. Dazu gehören u.a. …

  • der Zerstörerische Engel (A. virosa)

  • der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)

  • der Spitzgebuckelte Raukopf (Cortinarius rubellus)

  • der Gift-Häubling (Galerina marginata)

  • und der Frühjahrs-Giftlorchel (Gyromitra esculenta) in seiner rohen Form

Die Symptome variieren je nach Pilz und Gift. So verursacht etwa der Zerstörerische Engel akute Leberschäden, während die Gattung der Risspilze (Inocybe) zu Durchfall, Übelkeit und Augenausfluss führen kann. Zwar nicht tödlich, aber eben auch nicht ohne, wenn man mit dem Hund unterwegs ist.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Pilzvergiftungen können Hunde Medikamente erhalten, die das Erbrechen auslösen. Auch die Verabreichung von Aktivkohle kann hilfreich sein. So schön der Herbst im finnischen Wald auch sein mag: In Pilz-Hinsicht ist er mit Vorsicht zu genießen.

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