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Verkaufszahlen schießen in die Höhe

Finnland hat die Lösung gegen Corona: Ein eigenes Ferienhäuschen am Wasser

Es ist ein kleines Immobilien-Wunder, das Finnland gerade erlebt. Denn mitten in die Corona-Pandemie hinein ist die Zahl der Immobilientransaktionen im Land um satte 10 Prozent gestiegen.
Ein Verkaufshoch also in einer Zeit, in der die Menschen eigentlich dazu tendieren dürften, sich krampfhaft am eigenen Geld festhalten? Wie ist das möglich?

Immobilien Finnland
Eine Immobilie in der finnischen Natur. (Foto: green ant)
Ganz einfach: Die Finnen investieren gezielt in Objekte, die sie unabhängig von dieser und möglicherweise folgenden Pandemien machen. Und die ihnen unbeschwerte Freizeit garantieren, was zuletzt ja eher Mangelware war – dank Reisebeschränkungen, Abstandsgebot und anderer Dinge, auf die keine Vergnügungssteuer anfällt.

Zur Theorie passend, haben insbesondere Verkäufe von Häusern und Häuschen mit Grundstück am Wasser deutlich zugenommen. So wurden in Finnland allein 2020 etwa 40 Prozent mehr Ferienhäuser mit Wasser-/Seeblick verkauft als noch 2019.

Bei unbebauten Grundstücken am Wasser waren es sogar 70 Prozent, was dann bald den Bauantrag zur Folge haben dürfte. Es ist also ein klarer Boom, den Finnland da gerade erlebt.

Und das in einem Segment, das in den Vorjahren eher mit fallenden Preisen zu kämpfen hatte. Denn wer wollte schon im kühlen Finnland bleiben, wenn man sich die Sonne gleichzeitig am Mittelmeer bei 40 Grad auf den Pelz brennen lassen konnte? Nun aber ist Corona – und mit der Pandemie das große Umdenken.

„Das Ergebnis von 2020 kann als eine Art Wunder in einem außergewöhnlichen Jahr betrachtet werden – verursacht durch die Coronavirus-Pandemie“, teilte dazu das finnische Landvermessungsamt mit.

Insgesamt wurden 2020 landesweit fast 71.000 Immobilientransaktionen verzeichnet. Der Durchschnittspreis für Ferienhäuser in erschlossenen Gebieten stieg dabei um rund 6 Prozent auf etwa 90.000 Euro.

Laut einem Bericht auf YLE.fi haben mehrere Immobilienmakler bestätigt, dass die Pandemie die Kundennachfrage nach einerseits sicheren Ferienorten innerhalb Finnlands und andererseits gemütlichen Übernachtungsgelegenheiten für zukünftige Telearbeitsphasen regelrecht angekurbelt hat.

Sieht aus, als müssten Griechenland und Spanien in Zukunft vermehrt ohne finnische Urlauber auskommen.

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sh

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