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Arbeitgeber dürfen niemanden einstellen, der von der Arbeitsstelle weiter weg wohnt als 80 km

100.000 freie Stellen in Finnland

Der Wirtschaftsminister Mika Lintilä sagt, Finnland habe ein großes Problem mit dem Arbeitskraftmangel, und die Regierung wolle helfen, das Problem zu beheben. Das berichtet das Nachrichtenportal yle.fi.

Über den Dächern von Helsinki
Über den Dächern von Helsinki. (Bild: Rucksack Magazine)

Es sind tausende von Stellen, die unbesetzt bleiben, weil Leute fehlen. Es sei nicht nur ein Problem der Metropolregion Südwestfinnland und Helsinki, so der Minister, es sei ein im ganzen  Land verbreitetes Phänomen.

„Ich habe die Provinzen des Landes bereist, und überall das gleiche Bild: Es herrscht ein Arbeitskräftemangel.“, sagte Lintilä gegenüber Yle.

Das landesweite Problem ist: Die etwa 300.000 Arbeitslosen in Finnland scheinen unpassend für die 100.000 verfügbaren Arbeitsplätze zu sein.

Die Wirtschaft wächst, die Nachfrage nach gut ausgebildeten Kräften ist gestiegen. Besonders die Sektoren Schiffsbau in Turku und Rauma und die Automobilfabrik in Uusikaupunki erhalten eine Reihe neuer Aufträge. Auch beim Bau und in der Forstwirtschaft geht es aufwärts. Immerhin, die Kleinstadt Uusikaupunki in Westfinnland erwartet 1.000 neue Arbeitskräfte bis zum Sommer.

Die Regierung überlegt nun, wie sie die Leute dahin bekommt, wo die Jobs sind. Lintilä sagte, seine Regierung diskutiere gerade diverse Möglichkeiten. Er hoffe, bis Ende April Lösungsvorschläge präsentieren zu können.

„Eine Möglichkeit wäre, die Umzüge der Leute zu subventionieren, oder die Pendlerpauschalen und ihre Regularien zu ändern.“, führt der Minister weiter aus.

Ein Aspekt des Problems ist, dass die Arbeitsstellen schlicht zu weit weg sind. Die Umzugsbereitschaft der Finnen ist sehr gering, die bisher gebotenen Möglichkeit für Umsiedler scheinen nicht attraktiv genug zu sein. Zudem verschärft sich das Problem durch den Mangel an Spezialisten.

Dem Gesetz nach, dürfen finnische Arbeitgeber nur Leute einstellen, die nicht weiter weg wohnen als 80 Kilometer, bzw., wenn der Pendelweg mit Hin- und Rückfahrt nicht länger als drei Stunden beträgt.

„Beizeiten müssen wir darüber nachdenken, wie wir die Einwanderer stärker an den Arbeitsmarkt heran führen. Momentan sind wir darin nicht so gut wie unsere Nachbarländer.” sagte Mika Lintilä.

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