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NATO-Präsenz für Sicherheitsgefühl Estlands von zentraler Bedeutung

Kaja Kallas dankt NATO und bestätigt 2-%-Ziel

Die estnische Premierministerin Kaja Kallas hat am Dienstag in einer Videoschalte mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg betont, wie wichtig das Militärbündnis für das Sicherheitsgefühl des baltischen Landes ist.

Kaja Kallas Reformpartei
Estnische Premierministerin Kaja Kallas (Foto: EU2017.EE)
„Ich möchte unseren Verbündeten für die Präsenz in der Region danken“, sagte die frischgebackene Regierungschefin. Zugleich freue man sich in Estland über das Bestreben der NATO, sich zunehmend neuen Herausforderungen zu widmen und dabei – wie gehabt – der kollektiven Verteidigung Europas große Bedeutung beizumessen.

„Die Einheit des Bündnisses“, so Kallas, „ist definitiv wichtig für Estland.“ In ihren Worten dürfte auch zum Ausdruck kommen, wie groß auf estnischer Seite die Erleichterung über die integrative Neuausrichtung der USA ist, des größten und mit Abstand wichtigsten NATO-Partners.

Seit Donald Trump weg ist, so scheint es, ist wieder Zug in der Truppe. Daher möchte Kallas im Gespräch mit Stoltenberg auch gar nicht erst den Eindruck entstehen lassen, dass der Dank aus Estland nur aus warmen Worten bestehe.

Auch Estland sei sich seiner Verpflichtungen bewusst, so Kallas, und wolle daher auch in Zukunft mindestens 2 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigungszwecke bereitstellen. So nämlich lautet eine klare Forderung der USA an seine NATO-Verbündeten.

Ein Thema der Unterhaltung mit Stoltenberg war laut einem Bericht der Baltic Times – oh Wunder – auch Russland. „Das Verhalten Moskaus in letzter Zeit hat gezeigt“, so Kallas, „dass aufrichtige Interessen für die Entwicklung einer neuen Beziehung mit dem Westen nicht gegeben sind.“

Estland hat ein sehr sensibles Gespür für die Situation an der östlichen NATO-Außengrenze, was geografisch und historisch begründet ist. Die konkrete Sorge: mögliche Expansionsbestrebungen Russlands.

Dass es sich hierbei nicht um doofes Russland-Bashing handelt, ist nicht zuletzt seit der gewaltsamen Annexion der Krim durch (pro-)russische Milizen im Jahr 2014 nicht mehr von der Hand zu weisen.

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sh

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