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Studie zum Wegwerfen

UK: Coca-Cola häufigster Markenmüll am Strand – auch Aldi und Haribo vorne dabei

Die Meeresschutzorganisation Surfers Against Sewage (SAS) hat jüngst untersucht, welcher Markenmüll an Stränden im Vereinigten Königreich am häufigsten zurückgelassen wird.

muell strand studie
Leider kein Einzelfall: Eine groß angelegte Studie im Vereinigten Königreich hat ermittelt, welche Markenprodukte am häufigsten als Müll am Strand zurückbleiben. (Foto: @seefromthesky)
Die Ergebnisse liegen nun vor, und „gewonnen“ hat die Coca-Cola-Company, deren Dosen und Flaschen in den Müllbeuteln der Aktivisten den meisten Platz eingenommen haben. Wohl eher kein Grund für die Marketing-Etage des US-Konzerns, die Kronkorken knallen zu lassen. Aber dazu später mehr.

Interessant ist zudem, dass sich 65 Prozent des ausgewerteten Markenmülls ganzen 12 Konzernen zuordnen lassen. Dabei handelt es sich laut einem Bericht des Guardian neben Spitzenreiter Coca-Cola um PepsiCo, AB InBev, McDonald’s, Mondelēz International, Heineken, Tesco, die Carlsberg Group, Suntory, Haribo, Mars und Aldi.

Es sich gut gehen lassen und Strand, das passt einfach. Nur nimmt halt leider längst nicht jeder den Müll mit, was natürlich ärgerlich ist. Als Konsequenz fordert SAS von der britischen Regierung nun die Einführung eines Pfandsystems, um zumindest an der Getränkefront Klarheit zu schaffen.

In einem Statement zur Studie spricht die Leitung der Organisation von „schockierenden Dimensionen“, die inzwischen erreicht seien. „Die Plastik- und Verpackungsverschmutzung geht direkt von großen Unternehmen und einigen ihrer bekanntesten Marken aus“, heißt es darin weiter. Ein „All-in“-Pfandsystem müsse nun dringend eingeführt werden.

Außerdem seien die Regierungen dazu verpflichtet, „diese Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen und der Verpackungsindustrie, die die Ozeane flutet, den Hahn abzudrehen.“ Markiger kann ein Studienfazit kaum sein.

Und Coca-Cola? Eine Sprecherin teilte mit: „Uns liegt die Reduzierung von Müll am Herzen. Wir möchten nicht, dass unsere Verpackungen dort landen, wo sie nicht hingehören. Alles bei uns ist zu 100 Prozent wiederverwertbar“, wird der Ball ganz sanft in das Spielfeld der britischen Regierung gespielt.

Und die? Es gebe Pläne für ein solches Pfandsystem im Vereinigten Königreich, heißt es im Guardian. Aber es sei bis 2024 verschoben worden – wegen der Corona-Pandemie. Nun denn. Insgesamt nahmen an der Untersuchung 4.000 Freiwillige teil. Sie durchkämmten fast 18.000 Kilometer Küste und sammelten ziemlich genau 10.000 Markenartikel ein.

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sh

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