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Nach strittigem Gerichtsurteil

England: Private Initiative macht Wildcamping im Dartmoor weiter möglich – aber nicht überall

Im Dartmoor war ganz schön was los zuletzt, denn vor gut einer Woche hatte ein Gericht auf die Klage eines Landbesitzers hin entschieden, dass die gute alte Tradition des Wildcampings ohne rechtliche Grundlage sei. Aus und vorbei, so sah es aus.

Dartmoor Nationalpark England
Der Dartmoor-Nationalpark bleibt weiterhin das englische Mekka der Wildcamper – allerdings nur noch als Privatinitiative mehrerer Landbesitzer. (Foto antenne, CC BY-NC 2.0)

Diese Woche nun die Kehrtwende, nachdem sich eine Gruppe von Grundbesitzern in einer privaten Initiative dazu bereit erklärt hat, „wildes Zelten“ im größten Teil des Dartmoors ohne amtliche Genehmigung weiter zu erlauben.

Nach Medienangaben liegt auch eine Vereinbarung zwischen der Dartmoor National Park Authority (DNPA) und besagten Grundbesitzern vor. Wer unterschrieben hat, bekam vom DNPA eine nicht näher genannte Geldsumme als Gegenleistung. Das Interesse an der Tradition des Wildcampings scheint beträchtlich.

Dazu muss man wissen, dass Dartmoor das einzige Gebiet in England und Wales ist, in dem ein lokales Gesetz das Recht auf wildes Campen stets ohne Erlaubnis der Grundbesitzer vorsah. Genau dagegen entschied letzte Woche der „High Court“. Genehmigung erforderlich, so das Urteil.

Nach Angaben des Dartmoor-Nationalparks trat die neue Vereinbarung an diesem Donnerstag um 17.00 Uhr in Kraft. Laut BBC soll sie zunächst zwölf Monate lang gelten und kann jederzeit widerrufen werden.

John Howell, Vorsitzender der Dartmoor Commons Owners‘ Association, dazu: „Wir wissen, wie wichtig es ist, dass die Menschen die natürliche Schönheit des Dartmoor-Nationalparks genießen können. Dazu trägt auch wildes Zelten bei.“

Dr. Kevin Bishop, Geschäftsführer der DNPA, teilte mit: „Wir haben alle schnell und gemeinsam gearbeitet, um für Klarheit zu sorgen. Unser Dank gilt denjenigen, die an den Diskussionen beteiligt waren und sich so positiv und proaktiv in diesen Prozess eingebracht haben.“

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