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Auch Straßen/Autobahnen betroffen und Londoner U-Bahn

UK: Größter Bahnstreik seit 30 Jahren – erhebliche Einschränkungen für Reisende

Das kann ja heiter werden: Angesichts des größten britischen Bahnstreiks seit 30 Jahren müssen Zug- und Autoreisende in ganz England, Schottland und Wales mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Bahnstreik Großbritannien
Bahnhof Liverpool Street, London. – Ein Minister des Finanzministeriums hat davor gewarnt, dass der größte Bahnstreik seit 30 Jahren in England, Schottland und Wales für Millionen von Reisenden ein „Elend“ bedeuten werde. (Foto: Pio / depositphotos.com)
Wenn in den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den Bahnchefs nicht in letzter Sekunde ein Wunder geschieht, wird bereits diese Woche zu einem echten Stresstest für alle Beteiligten.

So soll es laut BBC am Dienstag, Donnerstag und Samstag zu Arbeitsniederlegungen auf den meisten britischen Hauptstrecken kommen. Und auch an streikfreien Tagen ist mit Störungen zu rechnen, da derzeit generell zu wenig Personal im Einsatz ist. Schlechte Aussichten für Reisen auf der Insel.

Wegen der absehbaren Probleme werden die Menschen in UK gebeten, nur im absoluten Notfall mit dem Zug reisen. Hinzu kommt, dass auch die Londoner U-Bahn am Dienstag bestreikt wird. Auch hier der pragmatische Rat: zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Mehr ist nicht.

Damit man sich als Reisender im Dickicht der Ausfälle und Einschränkungen zumindest halbwegs einen Überblick verschaffen kann, wurde ein Sonderfahrplan veröffentlicht, der vorläufig bis zum 26. Juni gilt. Hier der Link mit den entsprechenden Infos und weiterführenden Links.

Nach Angaben von Network Rail werden die letzten Züge zwischen vielen Großstädten im Laufe dieses Montags störungsfrei verkehren. Am Dienstag treten dann mehr als 40.000 Eisenbahner wegen Stellenstreichungen sowie schlechter Löhne und Arbeitsbedingungen in den Streik.

An Streiktagen werden voraussichtlich nur 20 Prozent der üblichen Züge verkehren. Hinzu kommt, dass der Dienst auch auf den befahrenen Routen erst später losgeht und deutlich früher endet als sonst. Zwischen etwa 07:30 und 18:30 Uhr geht etwas, wenn etwas geht, schreibt die BBC.

Damit nicht genug: Durch den Wegfall der Züge wird es logischerweise auch auf den Straßen zu erheblich mehr Verkehr kommen. Daher wird hier ebenfalls vor Beeinträchtigungen und Staus gewarnt, die es in sich haben können.

Der Automobilverband AA weist darauf hin, dass auf der M74, der M8 und der A9 in Schottland sowie auf der M4, der A55, der A5 und der A483 in Wales in den kommenden Tagen immer mit Staus und Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Das nur als grober Hinweis für Auto-Reisende.

Dass die Gewerkschaften ernst machen mit ihren Forderungen, ist inzwischen mehr als deutlich. Man werde „diese Kampagne so lange führen, wie es nötig ist, um eine Einigung zu erzielen“, teilte ein Sprecher mit. Von womöglich sechs und mehr Monaten ist die Rede.

Die Situation ist so verfahren, dass auch der britische Finanzminister Simon Clarke zuletzt wenig Spielraum für eine baldige Entspannung des Arbeitskampfes erkennen ließ. Es mache „keinen Sinn, falsche Hoffnungen zu wecken“, teilte er an diesem Montag mit.

Er rechne mit äußerst schwierigen Verhandlungen, so Clarke weiter, der jedoch ausschloss, dass Mitglieder der Regierung aktiv in die Gespräche einzusteigen würden.

Kritik kam darauf gleich aus der Opposition. Die Abwesenheit der Regierung am Verhandlungstisch, so sieht man es bei der Labour-Partei, trage alles andere als zum Finden einer schnellen Lösung bei. Nichts Neues derzeit: Chaos in UK.

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