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Blogbeitrag mit 10 Tipps zum Heizkostensparen

UK: Energieversorger empfiehlt Kunden „Kuscheln“ und „Hausputz“ als Wärmequelle

In einem Blogbeitrag hat Ovo Energy, einer der größten Energieversorger Großbritanniens, seinen Kunden 10 winterliche Tipps zum Heizkostensparen mit auf den Weg gegeben – und dafür postwendend einen gigantischen Shitstorm geerntet.

heizkosten shitstorm
„Zieht euch einfach wärmer an!“, empfahl Ovo Energy seinen Kunden in einem Blogbeitrag zum Thema Heizkostensparen. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. (Foto: Giulia Bertelli)

Hintergrund des sicherlich gut gemeinten Beitrags sind die im Vereinigten Königreich massiv gestiegenen Energiekosten. Experten rechnen allein für diesen Winter mit durchschnittlichen Mehrkosten von rund 700 Pfund (840 Euro) je Haushalt.

Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von gut 50 Prozent, weshalb auf der Insel derzeit der Begriff „Heizkostenkrise“ die Runde macht.

Höchste Zeit also für ein wenig praktische Entlastung, werden sich die Blogautoren der Ovo-Tochter SSE gedacht haben. Und machten sich an besagte Liste, die der Energieriese izwischen selbst laut BBC als Peinlichkeit bezeichnet hat, für die „wir uns aufrichtig entschuldigen wollen“.

In der Tat: Die meisten der genannten Energiespartipps sind selbst mit englischem Humor nicht mehr vereinbar. So wird Kunden beispielsweise geraten, einfach mal mit dem Haustier zu kuscheln, statt in kalten Nächten die Heizung eine Stufe höher zu drehen.

Tipps gegen Kälte gefällig? Hausputz, Sprünge durch die Wohnung, Backofen auf lassen, kuscheln…

Auch das Tragen von Zusatz-Pullis, der Verzehr von Brei, ein wärmender Hausputz oder Sprünge durchs Wohnzimmer gehören zu den Tipps, die noch nicht mal als Satire taugen.

Und der Backofen? Richtig, den könne man ja nach der Zubereitung auch noch kurz offenstehen lassen. Wegen der Restwärme natürlich, schreiben die Autoren. Oh weh.

Weil die Empörungswelle nach Bekanntwerden des Beitrags immer schnell immer höher stieg, wurde der Blogbeitrag inzwischen entfernt. Man wolle ihn aber wieder veröffentlichen, diesmal mit „aussagekräftigeren Informationen für die Kunden“, teilte Ovo Energy mit.

„Wir verstehen, wie schwierig die Situation für viele unserer Kunden in diesem Jahr sein wird“, war dann noch in der beigefügten Entschuldigung zu lesen.

„Die Aufforderung, als Energiespartipp einen Pullover anzuziehen, ist in einer Zeit, in der so viele Familien in finanziellen Schwierigkeiten sind, schlichtweg beleidigend“, hatte zuvor der Labour-Abgeordnete Darren Jones den völlig missratenen Blogbeitrag kommentiert.

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sh

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