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Zeugnis ältester Landnutzung in der Region

Stonehenge: Archäologen entdecken rund 10.000 Jahre alte Jagdgruben

In der Nähe der weltbekannten Kultstätte Stonehenge haben Archäologen der Universitäten Birmingham und Gent eine Vielzahl von Gruben entdeckt, die offensichtlich vor rund 10.000 Jahren von prähistorischen Jägern zum Beutemachen genutzt worden sind.

Jagdgrube England
Eine große, über 4 m breite und 2 m tiefe Grube, die in den Kreidefelsen gegraben wurde, ist die älteste Spur der Landnutzung, die bisher in Stonehenge entdeckt wurde.
(Foto: Universität Birmingham)
Größe und Form der Gruben lassen vermuten, dass sie als Jagdfallen für Großwild wie Auerochsen, Rothirsche und Wildschweine ausgehoben wurden.

Laut den Forschern ist es das älteste Zeugnis von menschlicher Landnutzung in der Region. Eine der Gruben, berichtet die Universität Birmingham auf ihrer Website, sei mit rund 4 Metern Breite und etwa 2 Metern Tiefe die wahrscheinlich größte ihrer Art in Nordwesteuropa.

Die ältesten, zwischen 8.200 und 7.800 vor Christus ausgehobenen Gruben beweisen, dass Jäger und Sammler während der frühen Mittelsteinzeit durch das Land zogen. Für das heutige Großbritannien war dies eine Epoche der Besiedelung, nachdem sich zuvor die letzte Eiszeit zurückgezogen hatte.

„Die Entdeckung der größten frühmesolithischen Jagdgrube in Nordwesteuropa zeigt, dass dies ein besonderer Ort für Jäger und Sammler war. Und zwar schon Tausende von Jahren vor der Errichtung der Kultstätte“, teilte Archäologe Dr. Nick Snashall mit.

Zugleich würden die entdeckten Gruben auch eine enorme Zeitspanne abdecken. „Der Zeitrahmen zwischen den ältesten und jüngsten prähistorischen Gruben, die wir ausgegraben haben, liegt bei etwa 7.000 Jahren“, so Snashall weiter.

„Von den frühen Jägern und Sammlern bis hin zu den Bewohnern von Bauernhöfen in der späteren Bronzezeit zeugen unsere Entdeckungen von einer komplexen, sich ständig verändernden Besiedlung der Landschaft rund um Stonehenge.“

Die Entdeckung der Gruben basierte zum Teil auf elektromagnetischen Induktionsmessungen. Nach Angaben der Universität Birmingham war es die erste umfassende Untersuchung dieser Art in der Region. Offenbar mit großem Erfolg.

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