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Peinliche Behördenpanne

Corona in Dänemark: Viele getötete Nerze nicht tief genug vergraben

So richtig rund läuft es gerade nicht in Dänemark. Nach der massenhaften Tötung von Nerzen, die bereits für viel Kritik gesorgt hat, scheint es nun weitere Komplikationen zu geben. Denn viele der getöteten Tiere wurden offenbar nicht tief genug vergraben.

Nerz Dänemark
Nerz auf einer Pelztierfarm. (Foto: Dzīvnieku brīvība, CC BY 2.0)
Nicht ausreichend bedacht wurde nämlich ein biochemischer Effekt im Körper der Tiere. So kam es Tage nach der Vergrabung in vielen Nerzkadavern zur Bildung von Gasen, die sie sprichwörtlich aufsteigen ließen – teilweise bis zurück an die Erdoberfläche.

„Die Körpergase führen dazu, dass sich die Tiere ausdehnen. Im schlimmsten Fall werden sie so aus dem Boden gedrückt“, bestätigte Jannike Elmegaard von der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde. Bei „ein paar hundert Tieren“ sei das bislang der Fall gewesen, berichtet die Agentur AP.

Die Nerze wurden in mehreren Schichten in bis zu 2,5 Meter tiefen Gräben „entsorgt“. Probleme bereitet nun die oberste Schicht, die etwa einen Meter tief und nur mit Kreide bedeckt ist. Ist der Boden sandig, kann das Gas im Körper so für genug Auftrieb bis zur Erdoberfläche sorgen.

Dänemark hatte vor Wochen die millionenfache Tötung von Nerzen angeordnet, nachdem bei den Tieren eine hoch problematische Mutation des Coronavirus festgestellt worden war.

Nach der Übertragung auf Menschen steht die Virusvariante im Verdacht, die Wirkung der derzeit entwickelten Impfstoffe negativ zu beeinflussen.

Da passt es natürlich nicht, wenn zahlreiche gekeulte Tiere wieder aus dem sicheren Erdboden gedrückt werden. Dänemark ist seit Jahren Großexporteur von Nerzen für die Pelzindustrie.

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