Inseln Samsø und Møn sind Vorreiter

Dänemark will Einweg-Plastiktüten verbieten

| 5.12.2018 - 13:49 Uhr

Die dänische Regierung will den Gebrauch von Plastik im Land drastisch reduzieren, dazu beitragen soll ein Verbot der dünnen Klarsichtplastiktüten im Supermarkt.

Plastiktüten Umwelt

Ein Alltägliches Bild in unseren Städten: Plastiktüten vermutzen die Umwelt.


Die dünnen Plastikbeutel reißen schnell, sie sind dazu bestimmt, nur ein Mal benutzt zu werden. Typischerweise nutzen wir sie im Supermarkt, um darin Gemüse oder Obst zu verstauen. Sobald man zuhause ankommt, werden diese Tüten weggeschmissen. Diese Einmal-Plastiktüten sollen in Zukunft nicht mehr benutzt werden dürfen, wenn es nach den Plänen des Umweltministeriums ginge.

Die Pläne beinhalten außerdem das Verbot von kostenloser Abgabe von Einkaufstüten aus Plastik durch den Einzelhandel. Das berichtete am Montag die dänische Zeitung Politiken auf ihrer Website.

Die Zeitung zitiert den dänischen Umwelt- und Ernährungsminister Jakob Ellemann-Jensen mit den Worten: „Diese Initiativen werden die Benutzung der Einweg-Plastiktüten reduzieren, und außerdem uns fragen lassen, wie viele Taschen brauchen wir tatsächlich, wenn wir einkaufen gehen.“

Die Dänische Handelskammer, eine Interessensvertretung der Handels- und Dienstleistungsindustrie Dänemarks, unterstützt den Vorstoß.

Ein Sprecher für Umweltfragen der Handelskammer sagte gegenüber Politiken: „Wir Unterstützen den Vorschlag, dass Tüten nicht kostenfrei sein sollten. Wenn Tüten etwas kosten, dann messen die Kunden dem Produkt mehr Wert bei. Das führt zu Respekt und gibt Anreiz, eine Tüte öfter zu verwenden.“

In dänischen Supermärkten wird für Plastiktüten bereits eine Gebühr erhoben. Die Gemeinden der Inseln Samsø und Møn haben Plastiktüten in ihren Supermärkten vor einiger Zeit schon verboten.

Der Aktionsplan des Umweltministeriums wird am heutigen Mittwoch präsentiert.

ap

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