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Neuer Spionageskandal?

Dänischer TV-Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Sicherheitsbehörde

Es ist noch nicht lange her, seit der von Whistleblower Edward Snowden ins Rollen gebrachte Spionageskandal das Verhältnis der USA zu einigen seiner engsten Verbündeten in Europa massiv beschädigt hat.

Dänischer F-35 Draken
Dänischer Saab 35 Draken. (Foto: SGT Louis Briscese, gemeinfrei)
Die Wende zum Guten? Womöglich nein, denn gerade kochen in Dänemark neue Spionagevorwürfe hoch, die sich auch auf die Zeit nach der Snowden-Affäre beziehen – und die es wieder in sich haben.

Diesmal soll laut einem TV-Beitrag des öffentlichen dänischen Fernsehens (DR) die Nationale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten (NSA) die Rüstungsarchitektur einiger europäischer Partner bespitzelt haben.

Konkret auch die in Dänemark, das sich in den betreffenden Jahren 2012 bis 2015 um die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge gekümmert hat. Als Ersatz für seine alternde Flotte.

Den Zuschlag erhielt damals nach einer Ausschreibung das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Lockheed Martin. Der Deal: 27 Kampfflieger vom Typ F-35. Andere prominente Bewerber wie der Eurofighter hatten das Nachsehen.

Nun also der Vorwurf, dass sich die USA durch gezielte Spitzeleien einen entscheidenden Wissensvorsprung verschafft haben könnten, um das Milliardengeschäft durchzudrücken.

Ob denn etwas dran sei an der Sache, wurde das dänische Außenministerium nach der Ausstrahlung des DR-Berichtes gefragt. „Kein Kommentar“, hallte es von hier vielsagend nichtssagend zurück.

Laut DR basieren die neuen Anschuldigungen auf streng geheimen Berichten des dänischen Geheimdienstes, die ein Informant (mit-)verfasst haben soll. Die Person habe das Ziel gehabt, so der Bericht, ihre Vorgesetzten zum Handeln zu bewegen.

Zu der Spionageaktion kam es dem TV-Bericht zufolge im Rahmen einer streng geheimen Überwachungskooperation Dänemarks mit der NSA. Die Zusammenarbeit soll die US-amerikanische Behörde dann dazu missbraucht haben, gezielt Ministerien und private Unternehmen auszuhorchen.

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Damit nicht genug: Auch Deutschland, Frankreich, Norwegen, die Niederlande und Schweden werden in dem dänischen TV-Bericht als Opfer der neuerlichen NSA-Spionage genannt – ebenfalls mit Blick auf Verteidigungsfragen.

sh

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