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Jerusalem-Frage

Dänemarks Botschaft bleibt in Tel Aviv

Dänemarks Außenmisnister Anders Samuelsen sagt, die dänische Botschaft wird nicht nach Jerusalem verlegt.

Außenminister Anders Samuelsen mit Reuven Rivlin
Dänischer Außenminister Anders Samuelsen bei einem Treffen mit Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin im Mai des Jahres. (Foto Mark Nayman, CC BY-SA 3.0)

Donald Trumps umstrittene Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt, und damit einhergehende Verlegung der US-Botschaft in die sog. Heilige Stadt, wird auch von Dänemark kritisiert.

„Jerusalems Status ist einer der sensibelsten Punkte der Friedensvereinbarung. Die dänische Regierung vertritt daher die Meinung, dass Jerusalem die gemeinsame Hauptstadt zweier Staaten sein sollte. Es sei denn, die beiden Beteiligten entschieden etwas anderes. Das war zuvor bereits unsere Position, – daran hat sich nichts geändert.“, sagte Samuelsen in einer schriftlichen Mitteilung an die dänische Nachrichtenagentur Ritzau.

„Die Regierung hat daher keine Absicht, ihre Botschaft zu verlegen.“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Seiner Meinung nach sollte Jerusalem die Hauptstadt Israels und Palestinas gleichermaßen sein, darum unterstütze die dänische Regierung nicht Trumps Vorstoß.

Der Aufteilungsplan der Vereinten Nationen wie er 1947 verabschiedet wurde, ließ die Gründung des Staates Israel zu. Dabei wurde festgelegt, dass Jerusalem unter internationaler Verwaltung stünde.

Nach dem Palästinakrieg von 1948 zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, wurde Jerusalem zwischen Israel und Jordanien aufgeteilt. Schließlich nahm Israel im Sechstagekrieg 1967 Jerusalem komplett ein.

Israel beansprucht Jerusalem als seine Hauptstadt seit 1950, seitdem befindet sich das israelische Parlament in diese Stadt.

Die palästinensische Seite beansprucht Jerusalem ebenso als Hauptstadt Palästinas. Die Angelegenheit ist hoch heikel, mit guten Argumenten auf beiden Seiten. Darum hat die internationale Gemeinschaft, einschließlich des israelischen Verbündeten USA, Jerusalem als Hauptstsdt nicht anerkannt. Bis Trump kam.

Der Sprecher der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei, Søren Espersen, sagte am Mittwoch, seine Partei sei dafür, der von Trump eingeschlagenen Richtung zu folgen, und sowohl Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen als auch die dänische Botschaft zu verlegen.

ap

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