Brief von Carl von Linné für Rekordpreis versteigert
Das ist der teuerste schwedische Brief aller Zeiten

Der Mann, der die Natur ordnete
Carl von Linné (1707–1778) gilt als einer der einflussreichsten Naturwissenschaftler der Geschichte. Mit seinem System zur Benennung und Klassifikation von Pflanzen begründete er die moderne Botanik – seine Methoden werden bis heute weltweit angewendet.
Der Brief, der nun für eine knappe zwei Million Kronen den Besitzer wechselte, entstand in Amsterdam, in einer Phase, in der Linné sein Klassifikationssystem entwickelte, das ihn weltberühmt machen sollte. Adressat war der deutsche Arzt und Botaniker Christian Gottlieb Ludwig – ein Forscherkollege, mit dem Linné die Ideen erörterte, die die Wissenschaft dauerhaft verändern würden.
Fast 250 Jahre nach seinem Tod noch immer gefragt
Die Nachfrage nach Linnés Handschriften ist ungebrochen. Insgesamt wurden an diesem Abend acht Linné-Briefe versteigert und erzielten zusammen mehr als sechs Millionen Kronen (ca. 554.000 Euro) – ein Ergebnis, das die aktuelle Ausgabe der „Rare Books, Maps & Manuscripts Sale“ zur umsatzstärksten Buchauktion in der Geschichte von Stockholms Auktionsverk machte.
„Dieses außergewöhnliche Ergebnis zeigt, welche enorme Anziehungskraft Linné fast 250 Jahre nach seinem Tod noch immer besitzt“, sagte Katharina Fahlstedt, Chefkuratorin für Bücher, Karten und Handschriften bei Stockholms Auktionsverk.
„Die Briefe geben einen einzigartigen Einblick, wie einige seiner bahnbrechenden Ideen im Austausch mit Forscherkollegen aus ganz Europa entstanden. Wir sind sehr stolz auf diesen Rekord, der die internationale Bedeutung des schwedischen Wissenschaftserbes so deutlich unterstreicht.“
Ein Abend voller Raritäten
Die handkolorierte Originalausgabe von „Svenska foglar“ der Brüder von Wright wechselte für 312.500 Kronen (ca. 29.000 Euro) den Besitzer, drei Briefe Albert Einsteins kamen zusammen auf knapp eine Million Kronen (ca. 92.000 Euro).
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