Finnland auf Platz neun Größter
Island bleibt das friedlichste Land der Welt – Polen mit größtem Zuwachs

Russland ist am Ende der Skala, USA in seiner Nachbarschaft.
Wie der Index misst
Der Weltfriedensindex erfasst 163 Länder und damit 99,7 % der Weltbevölkerung. Er stützt sich auf 23 Indikatoren in drei Bereichen: gesellschaftliche Sicherheit, innere wie äußere Konflikte sowie den Grad der Militarisierung. Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 5, wobei ein niedriger Wert für mehr Frieden steht.
Island erreichte eine Note von 1,161. Dem Bericht zufolge ist das Ergebnis auf das Fehlen einer eigenen Armee, die niedrige Kriminalitätsrate und den starken gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes zurückzuführen. Hinter Island folgen Neuseeland, die Schweiz, Slowenien, Irland, Österreich, Portugal und Singapur.
Finnland vor Dänemark, Norwegen und Schweden
Mit Platz neun liegt Finnland an der Spitze der nordischen Länder – vor Dänemark (Platz 11), Norwegen (33) und Schweden (40). Estland belegt Rang 25.
Mit einer Note von 1.657 liegt Deutschland auf Platz 28.
Am unteren Ende der Liste
Die Vereinigten Staaten fielen gegenüber dem Vorjahr um sechs Plätze auf Rang 134 – knapp hinter Venezuela und nahe dem Iran (Platz 144), mit dem sie sich derzeit im Krieg befinden. Den letzten Platz unter den 163 Ländern nimmt zum zweiten Mal in Folge Russland ein; davor liegen Sudan, die Demokratische Republik Kongo, die Ukraine und Israel.
Größter Zuwachs an Frieden in Polen
Am stärksten verbesserte sich Polen: Das Land sprang gegenüber 2025 um 23 Ränge nach oben und steht nun auf Platz 22. Dem Bericht zufolge spiegelt dieser Fortschritt den politischen Wandel wider, der auf den Regierungswechsel von 2023 folgte.
Die neue Regierung habe die Unabhängigkeit der Justiz wiederhergestellt, eingefrorene EU-Gelder freigegeben und sich erneut an der Zusammenarbeit europäischer Institutionen beteiligt.
Weltweit wächst die Unruhe
Insgesamt zeichnet der Bericht ein Bild abnehmenden Friedens: Seit 2025 hat sich die Lage verschlechtert, und die Menschen in 119 Ländern leben heute weniger friedlich als noch 2008. Die Zahl der aktiven Konflikte mit staatlicher Beteiligung stieg auf 61 – der höchste Stand seit dem Zweiten Weltkrieg.
Besorgt zeigt sich das Institut auch darüber, dass Drohnen zu einer prägenden Waffe der modernen Kriegsführung werden.
„Zum ersten Mal in der Geschichte treffen Maschinen Entscheidungen über Leben und Tod schneller, als Menschen sie überprüfen können“, heißt es in dem Bericht.
https://www.nordisch.info/laenderwissen/wie-gut-kennen-sie-island/
