Öffnung für den Nachmittag geplant

Erdrutsch in Norwegen: E6 in Kåfjord gesperrt


Der Erdrutsch auf der E6 in Kåfjord wird derzeit beseitigt, und die Straße wird heute Nachmittag wieder freigegeben. (Fotos: Eirik Jørgensen / Gemeinde Kåfjord)

Ein Erdrutsch hat in der Nacht zum Mittwoch die Europastraße 6 bei Nordnes in der nordnorwegischen Gemeinde Kåfjord blockiert. Die staatliche Straßenverwaltung (Statens vegvesen) räumte die Fahrbahn im Laufe des Tages und kündigte an, sie gegen 14:00 Uhr wieder für den Verkehr freigeben zu wollen – ein Zeitpunkt, der inzwischen verstrichen ist. Ob die Strecke tatsächlich wieder offen ist, lässt sich nicht sagen, da dazu noch kein Update vorliegt.

Untersuchungen des betroffenen Hangs ergaben, dass die Straße gefahrlos wieder für den normalen Verkehr genutzt werden kann. Es war bereits der zweite Abgang an dieser Stelle binnen weniger Tage: Rund 600 Meter entfernt war am Sonntag, dem 7. Juni, ein ähnlicher Erdrutsch niedergegangen.

Aufgestaute Bäche als Ursache

Beide Erdrutsche gehen nach Angaben der Straßenverwaltung auf denselben Mechanismus zurück. „Bäche in dem Gebiet wurden durch kleinere Abgänge aufgestaut. Dadurch bildete sich ein Pfropfen, der sich schließlich löste und den Hang hinunterging“, sagt Knut Øvervoll, Abteilungsleiter bei Statens vegvesen.

Eine besondere Erdrutschgefahr sieht er in dem Gebiet nicht. „Doch wir sind hier in nächster Zeit in erhöhter Bereitschaft, da zwei Abgänge so kurz nacheinander erfolgten“, so Øvervoll.

Niedrige Schwelle für eine erneute Sperrung

Die Freigabe erfolgt unter Vorbehalt: Bei entsprechenden Verhältnissen kann die Straße kurzfristig wieder gesperrt werden, auch für kurze Zeiträume. An dem Abschnitt, der an den beiden Rutschstellen vorbeiführt, beobachten Mitarbeiter laufend die Lage.

„Das kann zum Beispiel ein erhöhter Abfluss in den Bachläufen oder braun gefärbtes Wasser sein. Unsere Schwelle für eine erneute Sperrung ist niedrig, dann aber vermutlich von kürzerer Dauer, sodass der Verkehr vor Ort warten kann, ohne auf eine Umleitung ausweichen zu müssen“, erläutert Øvervoll.

Diese Umleitungen gelten

Solange die Straße gesperrt ist und im Fall einer erneuten längeren Sperrung führt die Umleitung über die Provinzstraßen 868 und 91 sowie die Fährverbindungen Breivikeidet–Svensby und Lyngseidet–Olderdalen.

Modulare Lastzüge (Lang-Lkw) können diese Strecke nicht befahren; für sie verläuft die Umleitung über die E8 ab Skibotn und durch Finnland, wobei die geltenden Zollbestimmungen einzuhalten sind. Privatpersonen sollten beachten, dass beim Grenzübertritt die üblichen Zollvorschriften für Tiere und Waffen gelten.

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