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Grünes Licht von der Regierung

Die „abenteuerlichste“ Straße in Nordnorwegen wird aufwendig ausgebaut

Es wird das größte Straßenbauprojekt in Nordnorwegen – und es ist überfällig. Der „abenteuerlichste“ Teilabschnitt der Europastraße E6 wird mit viel Geld und Aufwand um- und ausgebaut werden. Das gab die norwegische Regierung in einer Mitteilung bekannt.

Die Fernstraße, die den Norden Norwegens mit dem Süden verbindet, ist streckenweise ein echtes Nadelöhr. Es gibt mehrere lange Tunnel, die schlecht beleuchtet sind und so eng, dass es bei zwei LKW schonmal knapp werden kann. Nichts für schwache Nerven. So der Stand der Dinge.

Nun hat die norwegische Regierung jedoch beschlossen, für den Ausbau der gefährlichsten Bereiche etwa eine Milliarde Euro in die Hand zu nehmen. Frei nach dem Motto: Wo ausgebessert werden kann, wird ausgebessert. Und wo selbst das nicht reicht, wird neu gebaut. Sicherheit und Zeitersparnis sollen bei dem Bauprojekt laut The Barents Observer Hand in Hand gehen.

Vorrang wird laut Plan der Abschnitt durch Sørfold (nördlich Fauske) haben, wo teils stundenlange Staus auf dem Weg nach Nordnorwegen an der Tagesordnung stehen. Hier gibt es 16 zum Teil kilometerlange Tunnel, die an neue Sicherheitsstandards angepasst werden sollen.

Teile der bestehenden Straße sollen für den Autoverkehr stillgelegt werden und eine völlig neue Trassenführung erhalten. Zwei neue Brücken und zehn neue Tunnel wird es geben müssen. Am spektakulärsten wird wahrscheinlich eine gut 800 Meter lange Hängebrücke über den Leirfjord sein – die den Streckenverlauf im Übrigen deutlich abkürzen wird.

Am Ende der Bauarbeiten werden die Strecke etwa zehn Kilometer und die Fahrzeit rund 25 Minuten kürzer sein. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll dann bei 90 km/h liegen. Und die Bauzeit: 4 bis 6 Jahre sind angedacht. So lange wird man noch die alte E6 ertragen müssen.

Hier ein Video, das Infos zum Ausbau bündelt und animiert (auf Norwegisch):

E6 Sørfold from Statens vegvesen on Vimeo.

QUIZ

sh

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