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Sowjetisches Kubakrokodil

Stockholm: Krokodil beißt Mann

Gerne hätten wir an dieser Stelle davon berichtet, dass ein Mann ein Krokodil gebissen hätte. Doch leider ist es umgekehrt gewesen, und wir fühlen uns der Wahrheit verpflichtet. – In der vergangenen Nacht ist ein Mann mit Krokodilbissen in ein Stockholmer Krankenhaus eingeliefert worden. Das Tier gehörte einmal einem sowjetischen Kosmonauten und davor Fidel Castro, vielleicht erhöht das den Nachrichtenwert dieses Beitrags.

Kubakrokodil Stockholm Zoo
Mögliches Täterkrokodil, Foto aus dem Skansen Akvariet. (Foto Eric Mas Casas, CC BY 3.0)
Der Mann, der nach Angaben der Polizei Mitte 70 ist, besuchte eine private Party im Skansen Aquarium, einem Teil des Zoos auf der Djurgården-Insel in Stockholm, als sich der Vorfall ereignete.

Die Nachrichtenagentur TT zitiert den Beamten Mikael Pettersson wie folgt: „Er hatte seinen Arm auf der falschen Seite des Sicherheitsglases und wurde dann von einem der Krokodile gebissen.“

Der Partybesucher wurde vom Krankenwagen ins Hospital gebracht, der Grad seiner Verletzung war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Pettersson zufolge sei der Mann stark bandagiert gewesen als die Polizei angerückt kam.

Die Polizei befragte Zeugen; Angestellte, sowie Partygäste, um herauszufinden, was genau passiert war. Vertreter des Zoos versicherten gegenüber schwedischen Medien, dass so ein Vorfall noch nie zuvor vorgekommen sei.

Das Kubakrokodil (Crocodylus rhombifer) wird bis zu 4,5 Meter lang und hat eine Lebenserwartung von über 60 Jahren.

In seinem langen Leben hat das Tier schon viel erlebt. Das im Stockholmer Zoo lebende Pärchen namens Castro und Hillary kam 1981 aus dem Moskauer Zoo nach Schweden. Der Moskauer Zoo hatte es seinerseits von einem sowjetischen Kosmonauten geschenkt bekommen, dessen Name leider nicht überliefert ist. Der Kosmonaut hatte die Krokodile wiederum bei einem Kubabesuch im Jahre 1978 von Fidel Castro geschenkt bekommen.

Kubakrokodile gelten als eine besonders aggressive Krokodilart, sie ist vom Aussterben bedroht. Castro und Hillary haben im Laufe ihrer Stockholmer Zeit 11 Nachkommen gezeugt.

ap

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