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Aus Flugscham gelernt?

Schweden: Start- und Landegebühren für schadstoffreiche Flüge werden erhöht

Die Luftfahrtbranche wird wegen Corona seit gut einem Jahr ganz schön durchgeschüttelt. Und Klimawandel ist ja auch noch – die nächste Großbaustelle der Airlines also, die sich auf schwedischem Boden demnächst wie zum Beweis mit spürbar höheren Gebühren arrangieren müssen.

Flugscham Schwedisch
Schweden will die Landegebühren für Fluggesellschaften erhöhen, deren Flugzeuge die Umwelt besonders belasten. – Flugzeug über dem Flughafen von Örebro. (Foto: Philip Myrtorp)
Jedenfalls dann, wenn die Flotte besonders schadstoffreich unterwegs ist. Das wird vor allem ältere und große Flieger betreffen, wogegen sich die Verwendung von Biokraftstoffen (perspektivisch) preissenkend auswirken soll. Ein klarer Plan also, den Schweden da vorlegt, um den Innovationsdruck für die Branche hoch zu halten.

In der Praxis wird das dann so aussehen, dass betreffende Fluggesellschaften bei Start und Landung in Schweden einfach draufzahlen müssen. Ergo werden die Flugpreise für den Endkunden teurer, was wiederum zu zögerlicherem Buchungsverhalten führen dürfte. Anreiz nennt das dann gerne der Wirtschaftsminister.

In Kraft treten soll die Umweltmaßnahme bereits im kommenden Juli, wobei das schwedische Infrastrukturministerium die Planvorstellung zu Beginn der Woche nutzte, den kommenden Gebührenaufschlag als Europapremiere zu bezeichnen. Womöglich sogar Weltpremiere, so sicher war man sich da nicht.

Das potenziell die Flughäfen Arlanda in Stockholm und Landvetter in Göteborg betreffende Programm soll sich laut Medienberichten zwar noch in der gesetzlichen Feinjustierung befinden. Dass es kommt, daran besteht jedoch kein Zweifel.

Zur Erinnerung: Schweden ist das Land, in dem vor gut drei Jahren die Flugscham-Bewegung (flygskam) begann, um den Blick der Verbraucher auf ihr Flugverhalten zu lenken. Der Preis wird es richten, so das Kalkül der Regierung.

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sh

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