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Für die Umwelt (und fürs Geschäft)

Pilotprojekt: IKEA eröffnet Gebrauchtwaren-Geschäft in Schweden

Mangel an Einfallsreichtum konnte man IKEA ja noch nie nachsagen. Nun marschiert der schwedische Möbelgigant einmal mehr voran und eröffnet kommende Woche auf heimischem Boden ein Spezialgeschäft für Gebrauchtwaren.

IKEA Second Hand Möbel
IKEA macht in Second Hand-Ware. (Foto: Mastrminda)
Ziel des Konzerns ist es, die selbst gesteckten Klimaziele für 2030 mit diesem Pilotprojekt zu untermauern. Mehr noch: Die gesamte Branche dürfte mit Spannung beobachten, was sich da in der Stadt Eskilstuna im Westen von Stockholm ab Montag so alles abspielt.

Das Konzept klingt definitiv zeitgemäß: Neben dem Verkaufs-Store gibt es nämlich eine Reparaturwerkstatt, in der gebraucht angelieferte Möbel zunächst auf Vordermann gebracht und dann wieder auf den Markt geworfen werden.

Natürlich unter Originalpreis, wie Jonas Carlehed, der Leiter der Nachhaltigkeitsabteilung von IKEA in Schweden, zuletzt versicherte.

Angeliefert werden die gebrauchten Möbel von kommunalen Recyclingzentren im Umland. Alles bleibt also erstmal unter sich. Aber dass IKEA auch hier groß denkt, daran dürfte kaum ein Zweifel bestehen.

Als Beitrag zur Rettung des Klimas und der Umwelt hat man sich bei IKEA in den Kopf gesetzt, bis 2030 einen Warenkreislauf zu schaffen, in dem nur noch erneuerbare oder recycelte Materialien vorkommen. Nebenbei sollen Kunden so die Chance erhalten, die Lebensdauer ihrer erworbenen Produkte zu erhöhen.

„Wir passen unser Geschäftsmodell gerade gewaltig an, vielleicht größer denn je, um unsere selbst gesteckten Ziele zu erreichen – und unseren Kunden eine deutlich längere Produkt-Lebensdauer zu ermöglichen“, teilte Carlehed gegenüber der Agentur Reuters mit.

Bei IKEA will man das Pilotprojekt nach einem halben Jahr evaluieren und danach entscheiden, ob das Geschäft mit den gebrauchten Möbeln nach dem Beispiel der Filiale in Eskilstuna auf weitere Märkte übertragen werden soll.

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sh

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