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Aktuelle Analyse

Schottland: Zahl der Kriminaldelikte in letzter Dekade um fast 50 % gesunken

Das Scottish Crime and Justice Survey (SCJS) kommt in seiner Auflage für den Zeitraum 2019/20 zu der erfreulichen Aussage, dass Kriminalität in Schottland im Vergleich zu 2008/09 um fast die Hälfte gesunken ist.

Kriminalität Schottland
Leute in Edinburgh, in einer Zeit vor Corona. (Foto: Luis Mayoral)
Genau gesagt wurden in der aktuellen Auflage der Erhebung 46 Prozent weniger Kriminaldelikte gemeldet als noch vor gut einem Jahrzehnt. Alles, was unter den Begriff Gewaltkriminalität fällt, ist im selben Zeitraum um 39 Prozent zurückgegangen. Schöne Basiszahlen also, die die schottische Regierung am gestrigen Dienstag verkünden konnte.

Die Erhebung basiert auf den Angaben von rund 5.600 Erwachsenen, die allesamt vor dem Inkrafttreten der Corona-Beschränkungen befragt wurden. Das heißt, dass etwaige Effekte der Corona-Pandemie in der aktuellen Kriminalstatistik noch nicht erfasst sind.

Passenderweise scheint sich der beschriebene Rückgang der Kriminaldelikte direkt auf das Sicherheitsempfinden der Schotten auszuwirken. So gaben 2019/20 rund 77 Prozent der Befragten an, sich „sehr sicher“ oder „ziemlich sicher“ zu fühlen. Ein Jahrzehnt zuvor hatte der Wert noch bei etwa 66 Prozent gelegen.

Nun noch das große Aber: die markante Ungleichheit bei den Geschlechtern. Denn während 2019/20 rund 90 Prozent der Männer angaben, sich sehr oder ziemlich sicher zu fühlen, waren es auf weiblicher Seite lediglich 65 Prozent. Und leider ist diesem Gefühl in recht vielen Fällen Gewalterfahrung vorausgegangen – vor allem auf weiblicher Seite.

So ergab die Umfrage, dass etwa jede achte weibliche Person in Schottland (12,5 %) seit ihrem 16. Lebensjahr sowohl psychischen als auch physischen Missbrauch erlebt hat. Auf männlicher Seite waren es rund 4,8 Prozent, also gut jeder Zwanzigste.

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sh

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