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Flüge von Schottland nach Griechenland wegen Corona abgesagt

Student fährt mit dem Fahrrad heim – 3500 Kilometer

Corona schreibt auch schöne Geschichten. Eine davon handelt von einem griechischen Studenten namens Kleon Papadimitriou, der während der Pandemie einfach nur aus Schottland heim in den Süden Europas wollte.

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Heimweh kann durch Corona ganz schön sportlich sein: Wegen diverser ausgefallener Flüge ist der griechische Student Kleon Papadimitriou (20) mit dem Rad aus Aberdeen/Schottland in die Heimat nach Athen gefahren. 3500 Kilometer! (Foto übernommen von Instagram)
Also startete der 20-jährige Hochschüler der Universität von Aberdeen Ende März zunächst den nachvollziehbaren Versuch, einen Flug nach Athen zu buchen.

Das tat er jedoch vergeblich, gleich dreimal, denn wegen der Corona-Pandemie hob keiner der von ihm gebuchten Flieger ab. Abgesagt, keine Chance. Kein Griechenland.

Nach Rücksprache mit Freunden und seine Eltern fasste er dann den Entschluss, die Heimreise auf eine gänzlich unkonventionelle Art anzutreten. Per Fahrrad nämlich, und zwar über eine stattliche Gesamtstrecke von 3500 Kilometern.

Einen Fahrradkauf und diverse Besorgungen später machte er sich dann einem Bericht des Magazins Greek City Times zufolge auf den Weg. Einmal quer durch Schottland, England, die Niederlande, Deutschland, Österreich und Italien, von wo aus sich der Student immerhin eine Fährpassage in den griechischen Hafen Patras gönnte.

Von hier aus ging es dann wieder per Rad weiter auf die „letzten Kilometer“ nach Athen, wo er nun nach unzähligen Etappen über mal 50, mal 120 Kilometer am Tag angekommen ist.

Über einen von Papadimitriou eingerichteten Instagram-Account hatten Freunde und Unterstützer die Heimreise Schritt für Schritt verfolgen können.

Nun, da er das Ziel erreicht hat, scheinen die Strapazen der Fahrt allmählich Gefühlen wie Freude und Erleichterung zu weichen. „Mir wird langsam klar, wie groß das war“, sagte er in einem Interview.

Er habe während der Fahrt viel gelernt. Über sich, seine Stärken und Schwächen. Und darüber, wie erfüllend es sein kann, die eigene Komfortzone zu verlassen.

„Ich hoffe, dass ich auch andere Menschen dazu inspirieren konnte, etwas Neues, etwas Großes auszuprobieren“, schloss Papadimitriou. Das dürfte ihm gelungen sein.

sh

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