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„Eine Reihe von Explosionen“

Seltenes Wetterphänomen verbreitet Angst und Schrecken

Ende letzter Woche wurden in der schottischen Hauptstadt Edinburgh viele Menschen jäh aus dem Schlaf gerissen. Bei der örtlichen Polizei gingen in der Folge Notrufe ein, in denen von heftigen Explosionsgeräuschen die Rede war.

Thundersnow Edinburgh
„Thundersnow“. (Symbolbild: Daimon Eklund, CC BY-NC 2.0)
Doch es waren weder Terror noch ein Chemieunfall, was sich in der Stadt ereignet hatte, sondern ein seltenes Wetterphänomen namens „Thundersnow“, also ein Schneegewitter.

Der Name sagt bereits, was das Besondere bei diesem Phänomen ist: Starker Schneefall, Blitz und Donner treten gleichzeitig auf. Und das im europäischen Winter, der ja eigentlich nicht für seine Gewitterneigung bekannt ist.

In Ausnahmefällen – so wie jetzt in Edinburgh – kann es aber passieren, dass besonders große Temperaturunterschiede zwischen hohen und bodennahen Luftschichten selbst im Winter zu heftigen Donnerschlägen führen.

Hinzu kommt, dass alles sehr plötzlich geschieht. Denn während Sommergewitter sich meist über minutenlanges Grollen anbahnen, sind Schneegewitter meist nur unmittelbar zu vernehmen – und dafür umso heftiger.

Das liegt daran, dass entferntere Donnergeräusche vom Schnee häufig bis zur Unhörbarkeit gedämpft werden. Ist das Gewitter dann aber direkt über einem, fällt diese Schalldämpfung aus – und es kann knallen wie bei Explosionen.

Wie Euronews berichtet, hat Ende letzter Woche die winterliche Wetterlage einigen Gebieten Schottlands bis zu 15 Zentimeter Schnee gebracht.

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