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„Sehr persönliche und ergreifende Verbindung“

Schottland: 5.000 Jahre alter Fingerabdruck auf Orkney-Insel entdeckt

Wie BBC News berichtet, wurde auf einer Insel des Orkney-Archipels ein sage und schreibe 5.000 Jahre alter Fingerabdruck entdeckt – und zwar auf einem ebenso alten Töpferstück. Fundort war Ness of Brodgar, ein neolithischer Gebäudekomplex, der von Archäologen seit 2006 untersucht wird.

Kultstaette Orkney Insel
Jahrtausende alte Kultstätte auf den Orkney-Inseln. (Foto: Mark Foster)
Der Töpferabdruck wurde von einem Keramikspezialisten der University of the Highlands and Islands (UHI) entdeckt und mithilfe einer speziellen Bildsoftware analysiert.

Demnach besteht kein Zweifel: Der Abdruck ist zu 100 Prozent menschgemacht, wobei nun weitere Untersuchungen klären sollen, ob es eine weibliche oder männliche Hand war, die sich auf dem Tonfragment verewigt hat. Auch das wahrscheinliche Alter der Person ließe sich so bestimmen.

„Der Fund des Fingerabdrucks gibt uns eine sehr persönliche, ergreifende Verbindung zu den Menschen, die vor rund 5.000 Jahren im Neolithikum auf den Orkney-Inseln lebten“, teilte Ausgrabungsleiter Nick Card von der UHI mit.

Ausgrabung Ness of Brodgar
Entstanden zwischen 3300 und 3200 vor Christus: Ein Teil der riesigen Ausgrabungsstätte Ness of Brodgar auf Mainland/Orkney-Inseln (Foto: Stevekeiretsu / CC BY-SA 4.0)
„Bei der Arbeit auf einer so außergewöhnlichen Stätte wie Ness of Brodgar mit seinen schönen Gebäuden und der überwältigenden Auswahl an Artefakten vergisst man nur allzu leicht die Menschen, die hinter diesem unglaublichen Komplex standen“, hob Card die Bedeutung des Abdrucks hervor.

Als Ness of Brodgar wird eine etwa 2,5 Hektar große Grabungsstätte auf der schottischen Insel Mainland bezeichnet. Hier entwickelte sich zwischen 3.300 und 3.200 vor Christus eine der größten zeremoniellen Stätten der britischen Inseln, die rund 1.000 Jahre lang Bestand hatte.

Auf der Ausgrabungsstätte sind unzählige Tonfragmente entdeckt worden. Es handelt sich um die größte Sammlung spätneolithischer Keramiken in Großbritannien. Und ein Fragment ragt nun heraus.

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sh

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