Was tun, wenn man Nester mit Raupen entdeckt?

Dänemark geht gegen die „Raupe aus der Hölle“ vor

Eichenprozessionsspinner
Eichenprozessionsspinner können bei Hautkontakt eine allergische Raupendermatitis auslösen und andere starke Reaktionen hervorrufen. (Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)
Dänische Kommunen sollen vom Staat Hilfe bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erhalten, der als Schädling gilt.

Die giftige Raupe hat sich unter anderem in Odense breitgemacht – sehr zum Leidwesen der Einwohner.

Das Tier, das die Odenseer „Raupe aus der Hölle“ nennen, lebt in großen Kolonien auf Eichen und bewegt sich in langen, schlangenähnlichen Prozessionen fort – daher der Name.

Die Härchen können bei Menschen und Tieren Hautausschlag, Augenreizungen und im schlimmsten Fall Atembeschwerden verursachen.

Die Art dürfte sich weiter ausbreiten – voraussichtlich auch nach Schweden.

Was tun, wenn man Nester mit Raupen entdeckt?

Der Prozessionsspinner ist eine Raupenart, die für Mensch und Tier unangenehme Folgen haben kann. Die Stadt Odense hat in Zusammenarbeit mit der dänischen Gesundheitsbehörde folgende Empfehlungen herausgegeben:

  • Kontakt vermeiden – Halten Sie Abstand zu den Raupen, ihren Nestern sowie zu Pflanzen oder Erde rund um Bäume, an denen Raupen gesichtet wurden – auch wenn sie tot sind.
  • Reaktionen möglich – Der Kontakt mit den Haaren kann starke Hautreaktionen wie Juckreiz und Ausschlag verursachen. Auch Augen- und Atemwegsreizungen sind möglich, in seltenen Fällen sogar Atemnot.
  • Sofortiges Handeln bei Kontakt – Spülen Sie betroffene Hautstellen vorsichtig ab und nehmen Sie anschließend ein gründliches Bad. Bei Augenreizungen spülen Sie die Augen mit klarem Wasser. Vermeiden Sie es, die Haare in der Wohnung zu verbreiten, und waschen Sie getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad.
  • Ärztliche Hilfe bei starken Symptomen – Wenn nach dem Kontakt starke Beschwerden oder Atemnot auftreten, suchen Sie unbedingt medizinische Hilfe auf.
  • Auch Tiere sind gefährdet – Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde können ebenfalls mit den Raupen in Kontakt kommen und ähnliche Symptome zeigen. Achten Sie daher besonders auf das Verhalten Ihres Tieres, wenn Sie sich in betroffenen Gebieten aufhalten.
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