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Sonderbehandlung für Mission Impossible 7

Quarantäne in Norwegen? Nicht für Tom Cruise und seine Filmcrew

Das alte Sprichwort, wonach Regeln da sind, um gebrochen zu werden, erhält in diesen Tagen neue Nahrung. Im Fokus diesmal: US-Schauspieler Tom Cruise, dessen Crew im August Szenen für den Spionage-Thriller Mission Impossible 7 in Norwegen drehen möchte.

Tom Cruise Norwegen
Tom Cruise 2013 bei der San Diego Comic Con International.
(Archivbild: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0)
Aber war da nicht noch etwas anderes? Ja, richtig: Corona. Und mit Corona die goldene Regel zur Pandemie-Eindämmung, wonach sich Menschen aus Übersee beim Betreten des Landes eigentlich einer 10-tägigen Quarantäne unterziehen müssten.

Laut dem Forbes-Magazin drückt Norwegen bei Cruise und seinen Leuten aber ein Auge zu, was dem Bericht zufolge längst nicht allen Norwegern gefallen dürfte.

Beispielsweise jenen etwa 10.000 Urlaubern, die es mit zunächst grünem Licht der Regierung nach Spanien in die Sommerferien zog. Und die nun, da für Spanien wieder Reisebeschränkungen gelten, nach ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen.

Der Verdacht einer Sonderbehandlung für Cruise, er schwingt also mit. Zumal nun auch noch bekannt wurde, dass sich der Filmstar höchstselbst beim norwegischen Minister für kulturelle Angelegenheiten gemeldet hat.

Per Telefon habe Cruise mitgeteilt, wie groß seine Liebe zu Norwegen sei. „Das Land ist wunderschön. Ich kann es wie die gesamte Crew kaum erwarten, wieder nach Skandinavien zu kommen“, soll er gesagt haben.

Der Satz muss nicht einmal gelogen sein, denn tatsächlich waren ein paar Szenen aus Mission Impossible 6 ebenfalls in Norwegen gedreht worden. Damals am Preikestolen, jenem weltbekannten Felsen über dem Lysefjord.

Zwar wurde Norwegen in dem Film mit keiner Silbe erwähnt. Aber geschenkt, echte Norwegen-Fans werden die Szenerie schon erkannt haben. Und für alle anderen gab es eben Spektakel ohne geografische Zuordnung. Wen interessiert das schon bei Cola und Popcorn?

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Zurück zu Corona: Als Alternative zur Quarantäne sollen sich Cruise und die seinen in Norwegen einem strengen Gesundheitsregime unterziehen.

Einer Erklärung zufolge ist vorgesehen, die Mitglieder des Produktionsteams für die Zeit des Aufenthaltes strikt von anderen Personen zu trennen. Regelmäßige Corona-Tests seien ebenfalls vorgesehen.

Für Sicherheit scheint demnach gesorgt. Bleibt also nur noch zu hoffen, dass Norwegen diese Mal im Film genannt wird. Ob aus Dankbarkeit oder Liebe, wird bei Cola und Popcorn natürlich ebenfalls niemanden jucken.

Wobei, schön wäre es aus Sicht von Norwegens Spitzenpolitikerin Olaug Bollestad schon. Für sie ist der Film nämlich wichtig, um einem globalen Publikum „die Natur, Kultur und Geschichte“ Norwegens näher zu bringen.

Dem Vernehmen nach lässt sich Norwegen die Sache im Gegenzug ein paar Millionen Dollar kosten. Als Zuschuss zu den Dreharbeiten sozusagen, die dieses Mal in der Region Møre og Romsdal im Westen des Landes stattfinden sollen.

Was man im Gesamtzusammenhang dieser kleinen transatlantischen Episode vom Geben und Nehmen nicht vergessen sollte: Für den letzten Teil der Mission Impossible-Reihe hat Tom Cruise privat etwa 23 Millionen US-Dollar eingesteckt. Ja, es wird Liebe sein.

sh

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