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„Wir dürfen nicht verlieren!“

Lettland: Freiwillige bauen Holzöfen für ukrainische Soldaten – bibbern sollen die anderen

Freiwillige aus Lettland haben für Kampfeinheiten an der ukrainischen Front Holzöfen gebaut, die nun am Ziel angekommen sind. Nach dem Motto „bibbern sollen die anderen“ ist es das Ziel der eigenwilligen Konstruktionen, die sich verteidigenden Soldaten zumindest vor der Kälte zu schützen.

(Beitrag auf LTV Ziņu dienests zu der tollen Hilfsaktion / auf Lettisch)

Initiiert hat das Ganze der Autor Kārlis Cerbulis aus Sēja, für den der Ukrainekrieg weit mehr als nur ein Konflikt in der Ferne ist: „Dies ist eine Fortsetzung des lettischen Unabhängigkeitskampfes. Die Ukrainer kämpfen für uns. Wir sind eins, und wir dürfen nicht verlieren!“

Als Fabrikat können solche Öfen schnell mal hundert Euro kosten. Also hat sich Cerbulis eine Anleitung angesehen und die Dinger erst mal selbst gebaut. Inzwischen basteln Nachbarn und Freunde mit, sodass die ersten Probeöfen schnell fertig waren. 50 weitere werden am Wochenende verschickt.

Parallel dazu sondiert Cerbulis bereits Wege, die Öfen im größeren Stil herzustellen. „Wenn es eine Nachfrage in Hunderten und Tausenden von Exemplaren gibt, dann kann das nur der Weg sein“, sagt er. Gut möglich, dass sein Telefon demnächst durchklingelt.

Zumal die Öfen auch als Kochuntersatz für Zivilisten zu gebrauchen sind, deren Häuser in Trümmern liegen. Die Zielgruppe, sie wird leider von Tag zu Tag größer. Laut LSM.lv kann mit dem Ofen ein Topf voll Wasser in etwa neun Minuten zum Kochen gebracht werden. Das packt der Herd auch nicht viel schneller.

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