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Vor allem die Altersgruppe 65+ klickt und klickt

Island: Verlagschef „völlig schockiert“ über erfolgreiche Bücherwerbung auf Tinder

Zwei isländische Autoren, Arnaldur Indriðason und Kristín Eiríksdóttir, feiern gerade in der Dating-App Tinder riesige Werbeerfolge. Allerdings nicht mit Erotiklektüre, was bei einer Dating-Plattform ja durchaus Sinn machen würde.

isländische Autoren Arnaldur Indriðason und Kristín Eiríksdóttir
Tinder war die totale Überraschung für die isländischen Autoren Arnaldur Indriðason und Kristín Eiríksdóttir. (Fotos: Bókabúð Forlagsins / Anneli Salo, CC BY-SA 3.0)
Der eine, Indriðason, ist Krimiautor, während Eiríksdóttir mit einer Mischung aus Prosa und Poesie schreibt. Umso überraschender kam nun der Werbeerfolg des Verlags Forlagið, dessen Geschäftsführer Egill Örn Jóhannsson es kaum fassen kann.

„Ich hatte gar keine Ahnung, dass mein Verlag auf einer Dating-App für das Weihnachtsgeschäft wirbt. Daher war ich völlig schockiert, als ich hörte, dass wir ausgerechnet dort den Jackpot geknackt haben.“

Normalerweise versuche man in seinem Verlag, über herkömmliche Plattformen wie Zeitungen und arrivierte Werbeplätzchen im Internet für das so wichtige Weihnachtsgeschäft zu trommeln. Aber auf einer Dating-App?

„Wir werben überall im Internet und nutzen etwa Google-Anzeigen, die auf allen möglichen Webseiten und Apps erscheinen. Eine davon ist offensichtlich die Tinder-App“, sagt Jóhannsson, wo zwischen den Was-geht?-Anzeigen neuerdings auch seine Bücheranzeigen geschaltet werden.

„Zu unserer totalen Überraschung hat sich herausgestellt, dass die Erfolgsrate der Werbung auf Tinder mindestens zehnmal so hoch ist wie die auf unseren herkömmlichen Plattformen“, kann sich der Chef so recht keinen Reim auf den Erfolg der Maßnahme machen.

Also habe man zumindest versucht, etwas über die Altersgruppen herauszufinden, bei denen die Werbung am besten zündet. Und siehe da: AK 65+ schießt bei Tinder den Vogel ab, wenn es um Bücherwerbung geht.

„Ich weiß nicht, ob ich da irgendetwas hineininterpretieren sollte“, sagt Jóhannsson, der laut Mbl.is angibt, selbst noch nie auf der Tinder-Plattform unterwegs gewesen zu sein. Dann kann man natürlich nicht auf so glänzende Werbeideen wie andere in seinem Team kommen.

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