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„Ich war nie besser drauf“

Island: Umweltschutz kann glücklich machen – und körperlich fit

Worldwide Friends ist eine isländische Organisation, die sich schon seit 2001 für Naturschutz, Frieden und Völkerverständigung einsetzt.

Hrafn Jökulsson
Hrafn „Raven“ Jökulsson, Gruppenleiter bei Worldwide Friends, kämpft mit Freunden gegen die Vermüllung der Meere und der isländischen Küste.
(Foto: Worldwide Friends, Veraldarvinir)
Die Organisation lädt Menschen nach Island ein, die etwas Sinnvolles machen wollen. Sie bietet kurz- und langfristige Freiwilligenprojekte, Sommercamps für Jugendliche, Bildungsreisen und Austauschprogramme.

Hrafn Jökulsson ist Gruppenleiter bei Worldwide Friends und packt als solcher selbst mit an. Laut einem Bericht der Online-Zeitung Morgunblaðið war er in seiner Freizeit seit Mitte Mai damit beschäftigt, den Strand in der Bucht Kolgrafarvík im nordwestlichen Bezirk Árneshreppur zu säubern.

Job erledigt, nun geht es für ihn weiter in Richtung Süden in die Fjorde Bitrufjörður und Hrútafjörður, wo es leider ebenfalls viel zu entsorgen gibt. Plastikmüll aller Art und Nationalitäten, der die isländische Küste arg mitnimmt.

Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums landen jedes Jahr über acht Millionen Tonnen Plastik als Abfall in unseren Ozeanen. Ein Teil davon ist an den Stränden Islands zu finden.

Platikmüll Island
Hrafn Jökulsson und seine Freiwilligen. (Foto: Hrafn Jökulsson / Facebook)
Jökulsson hat sich bereiterklärt, in den kommenden vier Jahren freiwillig bei der Müllbeseitigung der etwa 5.000 Kilometer langen Küstenlinie Islands mitzuwirken.

„Ich bin nur ein Glied in einer großen Kette. Und ich bin stolz darauf, hier mitzuwirken“, sagte er jüngst in einem Interview und gab zu, „nie in besserer Verfassung“ gewesen zu sein.

Und Jökulsson will weitere Menschen dazu ermutigen, an diesem einzigartigen Projekt mitzuwirken. Er glaubt, dass es so möglich sei, die gesamte Küstenlinie innerhalb von zwei Jahren zu säubern. „Je früher, desto besser“, sagt er.

Seit Bestehen von Worldwide Friends sind etwa 20.000 Freiwillige aus fast 100 Ländern nach Island gekommen, um sich in irgendeiner Weise einzubringen. Müllsammeln ist eine Möglichkeit dazu.

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Das Projekt mag ein Knochenjob sein, aber Jökulsson sieht es so: „Mein Job ist besser als jedes Fitnesscenter.“

sh

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