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Im Zoo von Reykjavík aufgepäppelt

1.500 Kilometer: In Island gestrandetes Robbenbaby Kári schwimmt zurück nach Grönland (Video)

Robbenwelpe Kári, vor gut fünf Monaten in Island gestrandet, ist vor wenigen Tagen über den offenen Atlantik zurück in seine grönländische Heimat geschwommen.

Robbe Island Grönland
Die kleine Ringelrobbe Kári schwamm 1.500 Kilometer zurück nach Hause. (Foto: mu.is)
Aufgezeichnet und von Experten begleitet wurde die etwa 1.500 Kilometer lange Heimkehr mithilfe eines am Rücken des Tieres angebrachten Ortungsgerätes. Hierdurch ist es möglich, Káris Reise durch den Atlantik online nachzuvollziehen.

Was war zuvor geschehen? Im Januar dieses Jahres war die junge Ringelrobbe im südwest-isländischen Hafen Njarðvík aufgefunden worden. Passanten und die örtliche Polizei hatten bei dem Tier ein merkwürdiges Verhalten festgestellt und es postwendend in den Zoo von Reykjavík gebracht.

Hier wurde die junge Robbe medizinisch versorgt. Festgestellt wurden dabei Mangelernährung und eine Augeninfektion, weshalb die Genesung und die damit verbundene Vorbereitung für die Heimkehr fast ein halbes Jahr in Anspruch nahmen.

Kári, wie die Robbe zwischenzeitlich „getauft“ wurde, konnte sich im Zoo glücklicherweise vollständig erholen. Am 2. Mai war es dann schließlich soweit: Mitarbeiter des Zoos entließen sie zum Start der langen Heimkehr in ihr Element, den atlantischen Ozean – ausgestattet mit einem Peilsender.

Seither hatten Experten, aber auch die Öffentlichkeit über den oben genannten Link die vielleicht einmalige Gelegenheit, die lange Rückreise Káris kilometergenau zu verfolgen.

Den Daten zufolge schwamm die Robbe zunächst von Island aus in Richtung Norden, dann nach Westen, dann wieder nordwärts, um am 18. Mai – also gut zwei Wochen nach ihrer Freilassung – die grönländische Heimat zu erreichen. Tatsächlich mal was mit Happyend.

Hintergrund: Ringelrobben leben normalerweise nicht an der isländischen Küste, ungewollt sind sie aber trotzdem regelmäßig zu Gast. Daher war Kári auch nicht die erste Jungrobbe, die im Zoo von Reykjavík behandelt werden musste.

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sh

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