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„Kollateralschaden in Nuklear-Konflikt“

Irland: Russisches TV lehnt Aufforderung zur Entschuldigung für Erklär-Video mit animiertem Atomschlag ab

Ein zu Monatsbeginn im russischen Staatsfernsehen ausgestrahltes Erklär-Video über einen möglichen Atomschlag gegen Irland erhitzt weiterhin die Gemüter. Regierungschef Micheál Martin sah sich gezwungen, von dem Sender für die verstörende Animation eine Entschuldigung zu verlangen.

Dmitri Kisseljow
Putin besucht seinen Propagandisten Dmitri Konstantinowitsch Kisseljow in der RT-Redaktion (Russia Today). (Foto: Pressedienst des Russischen Präsidenten / CC BY 4.0)
Laut Newsweek denkt man in Russland aber nicht im Geringsten daran, in dieser Angelegenheit zurückzurudern. Stattdessen legte Russia-1-Moderator Dmitri Kisseljow, selbst Teil des Videos, nun nach, indem er Irland als „Kollateralschaden in möglichem Nuklear-Konflikt“ bezeichnete.

Mehr noch: Kisseljow forderte seinerseits eine öffentliche Entschuldigung – und zwar vom britischen Premierminister Boris Johnson, der nach Ansicht des Moderators wiederholt „unbegründete Drohungen“ in Richtung Russland ausgesprochen habe.

Mit Blick auf Irland schob er dann nach: „Hier hat man sich völlig in Rage geredet. Wahrscheinlich, weil es nicht schön ist, als neutrales Land in einen Konflikt zwischen Großbritannien und Russland zu geraten.“

Auch am vergangenen Wochenende ist Kisseljow in einer Sendung seiner unverhohlenen Kriegsrhetorik treu geblieben. Dabei soll er gefachsimpelt haben, dass die gesamte Inselgruppe – also Irland und UK – im Grunde leicht zu versenken sei. Russland verfüge über alle Fähigkeiten, das zu tun.

„Aber wir schüchtern niemanden ein“, soll er gesagt haben. „Lasst uns nicht damit anfangen. Es wird schlimm enden. Es ist besser, in Frieden zu leben“, so Kisseljow weiter. Offensichtlich ein verwirrter Mensch.

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