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Dicker Hund – oder clever?

Irlands Regierungschef bat Joe Biden offenbar um exklusive Impfstoff-Lieferung

Fragen kann man ja mal: Der irische Regierungschef Micheál Martin hat am Mittwoch anlässlich des St. Patrick’s Day ein virtuelles Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Joe Biden abgehalten.

Michael Martin Joe Biden Impfstoff
Micheál Martin (li.) und Joe Biden. (Fotos: Web Summit, jlhervàs, CC BY 2.0)
Dabei ging es – oh Wunder – auch um Corona, was Martin gleich mal dazu veranlasst haben soll, eine neue Impf-Pipeline nach Nordamerika zu eröffnen. Jedenfalls verbal, indem er Biden laut einem Bericht der Irish Post fragte, ob man denn in den USA nicht gewillt sei, ein bisschen Impfstoff-Reserve für die guten alten Freunde auf der irischen Insel abzuzwacken.

Dem Vernehmen nach soll sich Biden zwar geweigert haben, irgendwelche Versprechungen zu machen. Der US-Präsident habe jedoch zugesagt, in dieser Frage offenbleiben und den Sommer abwarten zu wollen – je nach Fortverlauf der Impfkampagne in Nordamerika.

In einem anschließenden Interview sagte Martin vor Reportern: „Ich kann sagen, dass ich es wirklich interessant fand zu hören, dass die USA bei der Impfstoffbeschaffung vor ähnlichen logistischen Herausforderungen stehen wie wir alle.“

Er habe den Eindruck erhalten, die USA seien genauso besorgt wie jedes andere Land, schnellstmöglich genügend Leute geimpft zu bekommen. Mit Blick auf das irische Impfstoff-Gesuch hätte Biden dann die Überzeugung geäußert, im Sommer ein ausreichend gutes Bild zu haben.

Heißt: Im Herbst könnte es was werden mit dem Impfstoff aus den USA. Was der Rest der ja eigentlich auf Impfsolidarität setzenden EU von dieser exklusiven Angelegenheit halten würde, ist indes nicht überliefert. Das dürfte nochmal spannend werden, wenn es so weit ist.

QUIZ

sh

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