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Mangelnder Datenschutz von Minderjährigen

Irland: Behörde fordert von Instagram Rekordstrafe ein

Das hört sich nach langem Rechtsstreit an: Die irische Datenschutzbehörde DPC (Data Protection Commission) hat diese Woche der Verhängung einer Rekordstrafe in Höhe von 405 Millionen Euro gegen das soziale Netzwerk Instagram zugestimmt.

Datenschutz Instagram Irland
Die behördlichen Ermittlungen konzentrierten sich auf minderjährige Nutzer zwischen 13 und 17 Jahren, denen es erlaubt war, Geschäftskonten zu betreiben, die die Veröffentlichung der Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse des Nutzers ermöglichten. (Foto: Souvik Banerjee)
Der zum Digitalkonzern Meta rund um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehörenden Plattform wird vorgeworfen, gegen geltendes europäisches Datenschutzrecht zu verstoßen. Im Mittelpunkt dabei: der nach Auffassung der Prüfer viel zu laxe Umgang mit den Daten von Minderjährigen.

Instagram hat inzwischen bekanntgegeben, gegen die Verhängung der Geldstrafe Einspruch einlegen zu wollen. Das teilte laut Reuters ein Sprecher der Muttergesellschaft Meta in einer schriftlichen Erklärung mit.

Das Urteil aus Irland beruht auf einer Untersuchung, die im Jahr 2020 begonnen hat. Im Zentrum standen dabei minderjährige Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren, deren Konten nach Auffassung der Prüfer nur unzureichenden Schutz vor der Veröffentlichung personalisierter Telefonnummern und / oder E-Mail-Adressen aufwiesen.

Grundlage für die Ermittlungen ist die seit Mai 2018 gültige Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die die angeschlossenen Behörden nicht nur zur kritischen Prüfung, sondern im Falle von Verstößen auch zur Verhängung empfindlicher Geldstrafen befähigt.

Und da der Instagram-Mutterkonzern Meta seinen Europasitz nun mal in Irland hat, ist die dortige Datenschutzbehörde sozusagen stellvertretend für den gesamten Kontinent zuständig. Details zur Entscheidung der DPC sind für die kommende Woche angekündigt worden.

So oder so ist es nicht die erste dicke Rechnung, die aus Irland bei Meta eingehen wird. Erst im September 2021 wurde der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp zur Zahlung von umgerechnet rund 230 Millionen Euro verdonnert.

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