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Die Suff-Komponente von Corona

Finnland: Gesundheitsexperte plädiert für nächtliches Alkoholverbot

Das Corona-Virus ist europaweit nahezu flächendeckend (wieder) auf dem Vormarsch. Auch in Finnland, zwar mit vergleichsweise moderaten, zuletzt aber ebenfalls steigenden Fallzahlen.

Alkoholverbot Corona Finnland
(Symbolbils: Simone Natale)
Zeit für Lasse Lehtonen, Gesundheitsexperte und Diagnostik-Direktor aus Helsinki, via Social Media nachdrücklich auf die aktuelle Entwicklung und ein ganz spezielles Gegenmittel hinzuweisen.

Wie die Helsinki Times berichtet, sieht Lehtonen einen Hauptgrund für die derzeitige Häufung von Corona-Infektionen in der etwas sorglosen Freizeitgestaltung einiger seiner Landsleute. Konkret: im Nachtleben und dem damit verbundenen Alkoholkonsum.

„Ich hoffe, dass es Einschränkungen beim nächtlichen Alkoholausschank geben wird“, teilte Lehtonen am Samstag über Twitter mit.

Denn der Schlüssel zur Bewältigung der Pandemie liege in der Fähigkeit, gerade dort rechtzeitig einzugreifen, wo das Infektionsgeschehen stattfinde. „Und bei uns in Finnland sind das eben Restaurants am späten Abend.“

Der Gesundheitsexperte unterstrich dabei, dass es kein Nachlässigkeits-Problem aufseiten der Restaurants und Bars gebe. Sondern ein Verhaltensproblem der Konsumenten spät in der Nacht. Im Suff, sozusagen.

Als positives Beispiel verweist Lehtonen auf das nahe gelegene Estland, wo seit August Bars, Restaurants, Clubs und Hotels von Mitternacht bis 10 Uhr am Morgen wegen Corona keinen Alkohol ausschenken dürfen.

„Eine ähnliche Beschränkung wünsche ich mir auch für Finnland“, sagt Lehtonen. Ob sein Vorstoß mehrheitsfähig ist, dürfte sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen, wenn die kalten Tage traditionell noch mehr Menschen in die Läden treiben.

sh

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