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Aktuelle Abwasserstudie

Finnland: Amphetaminkonsum nimmt mit „alarmierender Geschwindigkeit“ zu

Man soll nicht glauben, was sich aus städtischem Abwasser alles rauslesen lässt. In Finnland zum Beispiel nutzte das Institut für Gesundheit und Wohlbefinden (THL) zuletzt landesweite Proben, um ein aktuelles Lagebild über den Drogenkonsum der Bürgerinnen und Bürger zu zeichnen.

Amphetamin Finnland
Finnland hat laut aktueller Studienlage ein echtes Problem mit Amphetaminkonsum. (Foto: qimono)
Und die Ergebnisse lassen aufhorchen, da gerade der Amphetaminkonsum in Finnland mit „alarmierender Geschwindigkeit“ zunimmt, wie die Helsinki Times berichtet. Besonders betroffen von der Entwicklung sei der Großraum der finnischen Hauptstadt Helsinki, wo sich der Missbrauch der Substanz seit 2012 verfünffacht haben soll.

Für die jüngste Studie wurden im vergangenen und in diesem Jahr Proben aus etwa 30 finnischen Städten und deren Umgebung analysiert. Dabei trat für die finnische Hauptstadt ein rekordverdächtiger Amphetamingehalt von 1.000 Milligramm pro tausend Einwohner zu Tage.

Das Gravierende: Nicht nur landesintern, sondern auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weisen die analysierten Abwasserproben für Finnland einen außergewöhnlich hohen Amphetaminanteil auf.

Ein entsprechendes Lagebild auf kontinentaler Ebene wird durch jährliche Abwasseranalysen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) erstellt. Am Dienstag dieser Woche wurden die aktuellen Ergebnisse veröffentlicht – für 82 Städte und Gemeinden aus 18 EU-Ländern.

Die Studie zeigt, dass der Amphetaminkonsum in den Städten Zagreb (Kroatien) sowie Gävle und Sandviken (Schweden) europaweit am höchsten ist. Aus Finnland belegten hingegen die Städte Lahti, Kemi und Helsinki die Plätze 6, 10 und 11, was den Pro-Kopf-Konsum der Droge betrifft.

Das Erschreckende: Fast die Hälfte der Top-20-Städte in Europa kommt aus Finnland, wofür neben den drei bereits genannten Vertretern die Großräume Kouvola, Kotka, Kuopio, Vaasa, Rovaniemi und Espoo sorgen. Finnland scheint an dieser Stelle ein echtes Problem zu haben.

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sh

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