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Und Krieg ist ja auch noch

Estland: Zahl der Flugreisenden fast auf Vor-Corona-Niveau – aber Ticketpreise steigen

Der Flugverkehr in Estland hat fast das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 erreicht. Im April wurden am Flughafen Tallinn fast 220.000 Fluggäste abgefertigt. Das waren fünfmal mehr als noch im April 2021 – und entspricht rund 81 Prozent des Niveaus, das vor der Pandemie erreicht wurde.

Flughafen Tallinn Ticketpreise
„Die Passagiere sind zum Flughafen Tallinn zurückgekehrt und wollen reisen“, sagt der Vorstand des Flughafens Riivo Tuvike. (Foto: katatonia82 / depositphotos.com)
„Die Passagiere sind zum Flughafen Tallinn zurückgekehrt, alle wollen reisen“, teilte der Airport-Vorstand in einem Statement mit. Voraussichtlich werde die Passagierzahl im Mai sogar noch höher sein und etwa 85 Prozent des Vorkrisenniveaus ausmachen.

Alles gut also? Geht so, jedenfalls aus Sicht der Fluggesellschaften, denn im gleichen Atemzug warnt die Branche vor demnächst stark steigenden Ticketpreisen. Grund dafür sind die zuletzt drastisch gestiegenen Energiekosten, die irgendwann an die Kunden weitergegeben werden (müssen).

Noch ist das nicht der Fall, da die Fluggesellschaften laut ERR.ee derzeit versuchen, mit Wucht aus der Pandemie zu kommen. Das senke die Ticketpreise künstlich. Noch, sagen Branchenkenner, aber eben nicht mehr lange.

„Wenn man sich Bulgarien oder Kreta anschaut, sieht man, dass man früher für weniger als 300 Euro dorthin reisen konnte“, wird die Geschäftsführerin einer Tourismusagentur zitiert. „Jetzt sind die Preise schon deutlich höher, etwa 450 Euro sind es aktuell.“

Will heißen: Sollten Flüge ab und nach Tallinn demnächst auch um 50 Prozent anziehen, könnte dies gerade für ausländische Touristen ein weiteres Argument werden, von einem Urlaubsflug in die baltischen Staaten abzusehen.

Ein zusätzliches Argument ist dagegen bereits real, der Krieg in der Ukraine nämlich. Durch ihn werde Estland von Mitteleuropa aus aktuell als Gefahrenzone angesehen.

„Das ist in gewisser Weise verständlich“, schätzt die Agentur. In der Folge erwarte man 2022 in Estland weniger internationale Gäste als ursprünglich gedacht bzw. erhofft.

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