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Insel Hiiumaa infektionsfrei

Universität Tartu misst Corona-Ausbreitung mittels Abwasserproben

Eine Abwasseruntersuchung der Universität Tartu hat ergeben, dass sich das Coronavirus nach zuletzt ansteigender Tendenz nahezu gleichmäßig über Estland ausgebreitet hat.

Corona Abwasser Tartu
„Küssende Studenten“ (Suudlevad tudengid) heißt die Statue am Raekoja plats in der Universitätststadt Tartu. (Foto: manusama)
Derzeit stecken sich landesweit pro Tag etwa 500 Menschen mit dem Virus an. Noch Ende Juni hatte das Infektionsgeschehen nahe Null gelegen. Effekte der sich allmählich dem Ende zuneigenden Urlaubssaison.

Laut einem Bericht zur Studienlage auf ERR.ee ist zuletzt die Viruskonzentration in Südestland leicht zurückgegangen, während sie in Mittelestland und im Ostseekreis Pärnu zugenommen hat.

Komplett virenfrei ist aktuell tatsächlich die Urlaubsinsel Hiiumaa, nach Saaremaa die zweitgrößte des Landes. Die Leitung der Studie teilte mit, dass in den letzten beiden Wochen insgesamt kein deutlicher Anstieg der Virusmengen verzeichnet werden konnte.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen ähnlich hoch bleiben wird wie aktuell“, sagte ein Sprecher der Uni Tartu.

Das Testverfahren über kommunale Abwässer ist deshalb interessant, weil es frühzeitig Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen liefert. Klinische Corona-Fälle werden erst mit einigen Tagen Zeitverzug erfasst.

Dadurch hilft die Abwasserüberwachung den Behörden immens, versteckte Infektionsausbrüche im Land zu erkennen. Die Infektionsdynamik bleibe deutlich besser im Blick als bei anderen Analyseverfahren, heißt es vonseiten der Hochschule.

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sh

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