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5.000 Bürger haben teilgenommen

Tallinn 2035: Estlands Hauptstadt legt spannendes Entwicklungspapier vor

Wie und wohin soll sich Tallinn in den kommenden 15 Jahren als Stadt entwickeln? Um diese Frage dreht sich eine Entwicklungsstrategie, die die politische Führung der estnischen Kapitale im Dialog mit Tausenden von Bürgern erarbeitet hat.

Tallinn Stadtentwicklung
Tallinn. (Foto: Mirko Božić)
Der Grundtenor des Papiers: Tallinn soll sich (noch mehr als bislang) in Richtung einer grünen Stadt mit bürgerfreundlichem Wohnraum entwickeln, die es den hier lebenden Menschen leicht machen soll, fürsorglich und sozial miteinander umzugehen.

Insgesamt 5.000 Einwohner wurden in Form von Befragungen, Workshops etc. in die Erstellung der neuen Entwicklungsstrategie einbezogen. Der politischen Führung Tallinns war es also erkennbar wichtig, die Weiterentwicklung der Stadt nicht „top-down“ zu verordnen, sondern zuzuhören und mitzunehmen. Sehr löblich.

„Unsere Mission ist, dass Tallinn für seine Bürgerschaft auch zukünftig das bestmögliche Zuhause und für Reisende ein sehr attraktives Ziel darstellt“, sagte Bürgermeister Mihhail Kõlvart.

Dafür solle die Stadt noch grüner und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürgern weiter gesteigert werden – wovon nicht zuletzt auch die Wirtschaft profitiere, führte Kõlvart aus.

Konkrete Maßnahmen stehen ebenfalls im Raum. Tallinn soll in den kommenden Jahren einen neuen Park erhalten, den größten des Landes.

Zudem nimmt die städtische Verkehrsanbindung in Form eines Autobahnausbaus und einer neuen S-Bahnverbindung zwischen Hafen und Zentrum Gestalt an – das alles unter der Prämisse von Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Strategie auch die Wettbewerbsfähigkeit Tallinns als Lebens- und Wirtschaftsraum steigern wird“, zeigte sich Kõlvart optimistisch.

Insgesamt erstreckte sich der Strategieprozess über vier Phasen, in denen die beteiligten Bürger aufgerufen waren, sich mit allerhand Ideen und Meinungen einzubringen.

„Ich bin sehr erfreut, dass Tausende von Menschen an dem Basisdokument mitgewirkt haben. Der Beitrag unserer Bürgerschaft war und ist für uns von unschätzbarem Wert“, sagte Kõlvart.

Nun ist es am Stadtrat von Tallinn, die Entwicklungsstrategie zu erörtern und final abzusegnen. Ist das Papier verabschiedet, wird als Bestandteil der zukünftigen Stadtorganisation ein konkreter Fahrplan für die Umsetzung der Ziele erstellt. Das Newsportal ERR.ee berichtete.

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