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152 Prozent-Steigerung

Steigende Energiepreise bereiten Städten Probleme mit der Straßenbeleuchtung

Die steigenden Energiepreise bereiten den estnischen Städten einige Sorgen in Bezug auf die Straßenbeleuchtung. Während Tallinn und Tartu ihre Beleuchtung nicht abschalten werden, ziehen kleinere Gemeinden dies in Betracht. Das berichtet das estnische Nachrichtenportaö ERR.ee.

Strompreise Estland Straßenbeleuchtung
Die Straßen in Tartu bleiben beleuchtet. Kleinere Gemeinden dagegen, erwägen die teilweise Abschaltung der Laternen. (Foto: Jaanus Jagomägi)
Die Stromrechnung, die Tartu im Dezember zu bezahlen hatte, belief sich auf 241.000 Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug sie lediglich 96.000 Euro, schreibt ERR.

Dabei entfällt ein großer Teil der Stromrechnung auf die Straßenbeleuchtung. Doch Tartus straßen sind weiterhin beleuchtet, und werden es auch bleiben, so Andrus Reinmann, leitender Spezialist für Straßenbeleuchtung bei der Straßenverkehrsbehörde von Tartu, gegenüber ERR.

„Es ist einfach, die elektronisch gesteuerten Lichter auszuschalten. Bei den Lichtern in einigen Sackgassen, wo man theoretisch zwei, drei oder vielleicht 10 Lichter ausschalten könnte, müsste man einen Monteur mit einem Aufzug schicken, was wahrscheinlich mehr kosten würde, als diese 10 Lichter eingeschaltet zu lassen“, so Reinmann.

Der Hauptgrund, warum das Licht nicht abgeschaltet wird, sei immer noch das Wohlbefinden der Bewohner. Das ist auch der Grund in Tallinn, sagte der stellvertretende Bürgermeister Vladimir Svet.

„Wir haben nicht vor, Maßnahmen zu ergreifen, die während der Finanzkrise im Jahr 2008 ergriffen wurden, als jedes zweite Licht aus war oder später am Abend ausgeschaltet wurde. Für uns hat die Verkehrssicherheit Priorität, sowohl auf den Gehwegen als auch auf den Straßen“, sagte Svet.

Tallinn hat 2019 fast 2 Millionen Euro für Strom ausgegeben, im vergangenen Jahr waren es aufgrund der günstigeren Preise rund 1,4 Millionen Euro. Die Rechnung für das letzte Jahr belief sich auf 3,3 Millionen Euro.

„Wenn wir uns die Steigerung der letzten zwei Jahre ansehen, macht es 83 Prozent aus. Wenn wir das mit dem letzten Jahr vergleichen, sind es 152 Prozent. Angesichts dessen ist die Inflation ein ernsthaftes Problem für den Haushalt der Stadt Tallinn“, so der stellvertretende Bürgermeister.

Der Berater des estnischen Städte- und Gemeindebundes, Kalle Toomet, sagte, dass einige Kommunalverwaltungen erwägen, einige Straßenlampen abzuschalten. „Einige beleuchtete Wege, die außerhalb der einer Siedlung liegen und weniger genutzt werden, könnten in Betracht gezogen werden“, sagte Toomet und fügte hinzu, dass die Kommunalverwaltungen in letzter Zeit mit sehr hohen Stromrechnungen konfrontiert wurden.

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ap

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