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Nicht teuer, aber effizient

PISA-Studie: Estland erneut erster, Finnland und Irland folgen auf dem Fuße

Bei der PISA-Studie 2018 ist Estland erneut herausragend im Vergleich der OECD-Länder. Kanada, Finnland und Irland folgen direkt dahinter.

Schulsystem Estland
Tallinna Saksa Gymnasium (Deutsche Schule Tallinn), Estland: Mathe-Unterricht mit Smartphones. (Foto: Forum Bildung Digitalisierung e.V., CC BY 4.0)
Nach Angaben der Studie zählen die estnischen 15-Jährigen zu den Besten in Europa und zu den Stärksten der Welt.

Bei der Lesekompetenz erreichten die estnischen Schüler 523 Punkte, OECD-Durchschnitt liegt bei 488, Finnland erreicht 520 Punkte, genau wie Kanada, Irland knapp dahinter mit 518 Punkten.

Im Bereich der Mathematik liegt Estland als bestes europäisches Land mit 523 Punkten weltweit an Platz drei, Südkorea liegt mit 526 Punkten an zwei, Japan ist mit einem Punkt mehr erster. Finnland liegt an Platz 11 und erreicht 507 Punkte, Irland erreicht 500 Punkte. Der OECD-Durchschnitt liegt hier bei 489 Punkten.

Bei Naturwissenschaften erreicht Estland den ersten Platz, 530 Punkte. Finnland liegt an drei mit 522 Punkten, Irland erreicht 496 Punkte. OECD-Durchschnittswert ist 489.

„Während ein unzureichend finanziertes Bildungssystem keine guten Ergebnisse liefern kann, liegen Estlands Ausgaben für die Bildung etwa 30% niedriger ist als im OECD-Durchschnitt“, heißt es in der OECD-Studie.

Ergebnisse Pisa-Studie 2018
Hauptergebnisse Pisa-Studie 2018. (Quelle: OECD)

Wie haben die DACH-Länder abgeschnitten?

Deutsche Schülerinnen und Schüler haben beim Leseverständnis und der Mathematik leicht besser abgeschnitten als der OECD-Durchschnitt, bei den Naturwissenschaften sogar deutlich besser. Dies ist jedoch kein Grund zum Jubeln. Insbesondere in der Mathematik und den Naturwissenschaften verschlechterten sich die Ergebnisse gegenüber früheren PISA-Erhebungen.

In Österreich haben die Schülerinnen und Schüler beim PISA-Test 2018 im Bereich Leseverständnis und bei den Naturwissenschaften im OECD-Vergleich durchschnittliche Ergebnisse erzielt, in Mathematik leicht überdurchschnittliche Ergebnisse. Beim Leseverständnis und in Mathematik sind die Ergebnisse langfristig stabil geblieben, in den Naturwissenschaften jedoch seit 2006 rückläufig.

In der Schweiz befanden sich die Schüler im OECD-Durchschnitt beim Lesen, über dem OECD-Durchschnitt in Mathematik und den Naturwissenschaften.

China und Singapur sind Maß aller Dinge

China, Singapur, Macau (China) und Hong-Kong, ebenfalls chinesisch, sind zwar keine OECD-Mitgliedstaaten, jedoch eine gute Messlatte für diese. Alle vier Länder erzielen ein besseres Ergebnis als die besten Länder des OECD-Verbunds.

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ap

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