Facebooktwitterpinterestrssinstagram

1000 Kilometer strampeln quer durch Estland

NATO-Kampftruppe wirbt mit Radtour um Vertrauen

Manchmal ist es die Geste, die zählt: Um ein Zeichen der Einheit (und hoffentlich für Frieden) zu setzen, tourt gerade eine ganz besondere Radlergruppe durch Estland. Besser noch: Radlertruppe.

Radtour Estland Nato
Die Nato-Radfreunde halten am Strand von Tehumardi, um etwas von der erbitterten nächtlichen Schlacht zwischen deutschen und sowjetischen Truppen im Oktober 1944 zu erahren.
(Foto: Col. Paul Clayton)
Denn ein Team von NATO-Soldaten hat sich auf den Weg gemacht, über 1000 Kilometer mit dem Fahrrad quer durch Estland zu fahren. Die Truppe setzt sich aus estnischen, britischen und dänischen Soldaten zusammen und absolviert gerade eine Schleife mit dem Titel „NATO Velo“.

Das Ganze begann am 15. August in Estlands Hochschulstadt Tartu. Der Streckenverlauf führt ab hier bis zur Westküste Estlands auf die Inseln Saaremaa und Hiiumaa und über einen Zwischenstopp in der Hauptstadt Tallinn ganz nach Osten, wo die Tour am 21. August in der Grenzstadt Narva enden wird.

Narva bietet sich natürlich deshalb als Zielort an, weil es direkt an Russland grenzt, dessen Expansions-Allüren Estland und der NATO seit geraumer Zeit zu denken geben müssen.

Radtour Estland NATO Velo
NATO Velo-Route. (Quelle: NATO eFP Battlegroup Press Office)
Zeit für ein Zeichen, werden sich daher die Initiatoren der Aktion gedacht haben. Und irgendwie ist die Idee ja auch nett. Jedenfalls netter als die – sorry – doofen Manöver, die sonst immer herhalten müssen, um Einheit und Stärke zu demonstrieren. Dann doch besser mal für ein paar Tage mit Muskelkraft und Ausdauer protzen.

„Dies ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Einheit und den Geist der Zusammenarbeit der NATO-Verteidigungstruppe auf estnischem Boden“, sagte Oberst Paul Clayton, Kommandeur des NATO-Kontingents in Estland, zu der Aktion.

„Der Bonus ist die Möglichkeit, die wunderschöne estnische Landschaft zu genießen und die Teilnehmenden körperlich herauszufordern.“ Verbunden ist die Radtour mit verschiedenen Events, bei denen die estnische Bevölkerung in Kontakt zur NATO-Kampfgruppe treten kann.

Lesen Sie auch:  Öffentliche Verkehrsmittel ab 1. Juli kostenlos

„Meet the Soldiers“ heißt es dann, wobei hier doch eher das große Besteck im Vordergrund steht. Zu sehen sind unterschiedliche Waffensysteme und Panzerfahrzeuge. Und am nächsten Tag geht es dann wieder weiter per Rad. Es hat schon weniger vertrauensbildende Maßnahmen gegeben.

Lesen Sie auch:

sh

Facebooktwitterredditpinterestmail
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen