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Tallinn bekommt eine neue Sehenswürdigkeit, ein neues Reiseziel

Estland: Insel Naissaar erhält Besucherzentrum zur militärischen Geschichte

Die kleine Insel Naissaar, die wenige Kilometer vom estnischen Festland entfernt am Eingang zur Tallinner Bucht liegt, soll Medienangaben zufolge einen touristischen Aufschwung erfahren. Geplant ist dazu ein Besucherzentrum, das das militärische Erbe der Insel beleuchten wird.

Naissaar Insel
An der Küste von Naissaar. Die Insel soll zu einem touristischen Reiseziel entwickelt werden. (Foto: aleksei.ee / depositphotos.com)
An dem Projekt sind laut ERR.ee das nationale Schifffahrtsmuseum, private Unternehmen und die Europäische Union beteiligt. Die Investitionen dürften sich auf stattliche 10 Millionen Euro belaufen, was bereits andeutet, wie militärstrategisch wichtig die Insel vor Jahr und Tag war.

Naisaar, übersetzt so viel wie die „Insel der Frauen“, umfasst eine Fläche von rund 19 Quadratkilometern und ist heute größtenteils bewaldet. Das Eiland liegt keine 10 Kilometer vor der Küste und ist von Tallinn aus mit dem Boot leicht zu erreichen.

Seeminen Naissaar
Gesammelte Seeminen auf Naissaar. (Foto: aleksei.ee / depositphotos.com)
Neben dem Besucherzentrum soll eine ehemalige Garnison im Norden der Insel erneuert werden, die einst Zar Peter der Große zur Befestigung Tallinns in Auftrag gegeben hat. Als weitere Attraktionen sind eine ehemalige Eisenbahnlinie, ein Offizierskasino und eine Artilleriebatterie geplant.

Seeminen Naissaar
Während der Sowjetzeit wurden auf Naissaar Seeminen hergestellt.
(Foto: Jaan All / depositphotos.com)
Das Projekt soll 2024 beginnen und etwa 2026 abgeschlossen sein. Für Tallinn heißt das dann wahrscheinlich, dass die tagestouristischen Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten in der Region um ein Kapitel erweitert werden müssen.

Maarja-Kirche auf der Insel Naissaar (dt. Nargen)
Die Maarja-Kirche auf der Insel Naissaar. Die Insel hat auch einen alten deutschen Namen: Nargen wurde sie früher genannt. (Foto: aleksei.ee / depositphotos.com)
Vor dem 2. Weltkrieg lebten noch mehrere hundert Menschen auf Naissaar, später war sie dann wegen der Herstellung von Seeminen gesperrt. Heute lebt nur eine Handvoll Menschen auf der Insel, die als weitere Sehenswürdigkeiten einen Leuchtturm und eine alte Kirche zu bieten hat.

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