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Allen Problemen zum Trotz

Estland: Fremdenverkehrsamt nennt Zahl ausländischer Touristen „zufriedenstellend“

Der Sommer steuert langsam, aber sicher auf seinen Höhepunkt zu. Und es sieht so aus, dass Estland – allen Problemen zum Trotz – gerade eine gute Reisesaison erlebt. Das jedenfalls besagen aktuelle Statistiken, die eines zeigen: Internationale Touristen kommen wieder verstärkt ins Land.

Tourismus Estland
Schwanenfamilie an der Nordküste. Estland ist ein schönes Reiseziel.
(Foto: Helga Preiman / depositphotos.com)
Für Estland ist das ein Segen, da nach zwei zähen Corona-Jahren ein touristischer Aufschwung einfach guttut. Selbst das, was da gerade in der Ukraine geschieht, scheint das internationale Publikum nicht von einem Besuch abzuhalten. Zumindest nicht kategorisch.

Laut ERR.ee hält die Sorge vor dem Krieg derzeit vor allem amerikanische und asiatische Touristen auf Distanz. Anders sei es hingegen bei europäischen Touristen, dem estnischen Kernmarkt sozusagen, wo es keinen größeren Mangel zu geben scheint.

Dementsprechend bezeichnete das estnische Fremdenverkehrsamt die Besucherzahlen dieser Tage als zufriedenstellend. „Wir können uns in der derzeitigen Situation wirklich nicht beklagen, die Touristen haben Estland wiederentdeckt“, teilte Liina Maria Lepik, die Direktorin der Behörde, mit.

Vor allem die benachbarten Länder, Finnland und Lettland, tragen gerade stark zu dem kleinen Tourismus-Boom bei, den Estland erlebt. Ein wenig zurückhaltender scheint aber aktuell noch das deutsche Publikum zu sein, heißt es.

Man sei sehr damit beschäftigt, den Menschen zu erklären, dass Estland ein sicheres Reiseziel ist, so Lepik. „Estland befindet sich nicht im Krieg, Estland ist NATO-Mitglied und gehört zur EU. Wir mussten viel erklären, um die Ängste zu zerstreuen.“

Dass dieses Jahr ohne den Krieg in der Ukraine und Putins andauerndes Säbelrasseln alles noch viel schöner hätte sein können, ist auch klar. So berichten Tourismusagenturen von einer Vielzahl stornierter Gruppenreisen. Gerade zu Beginn des Krieges hagelte es Absagen.

Doch das scheint sich gerade zu legen. Laut Lepik gehe man optimistisch in den Sommer, da die „Europäer mutige Reisende sind“. Die Angst vor dem Krieg lasse merklich nach, und Reisen, die wegen Corona abgesagt worden sind, würden nun Stück für Stück nachgeholt.

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