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Anlage mit Leistung von 400 Megawattstunden

In Estland entsteht Europas größter Batteriepark – für Abkoppelung von russischem Stromnetz

Evecon, ein Unternehmen für erneuerbare Energien, und das französische Unternehmen Corsica Sole werden bis 2025 zwei Batteriespeichersysteme mit einer Kapazität von je 200 Megawattstunden im estnischen Landkreis Harju bauen. Es wird die größte Anlage dieser Art in Europa sein.

strom baltikum russland
Noch bis 2025 sind die Baltischen Staaten direkt an das russische BRELL-Stromnetz angeschlossen – noch aus Sowjetzeiten. (Foto: depositphotos.com)

Der Batteriepark soll genau dann fertig sein, wenn sich Estland, Lettland und Litauen vom russischen BRELL-Stromnetz (aus der Sowjetzeit) abkoppeln, um sozusagen als baltische Einheit mit dem kontinentaleuropäischen Netz verbunden zu werden.

Mit dem riesigen Speicher soll für die Zeit der Umschaltung eine ausreichend große Notreserve gewährleistet werden. In Zukunft kann der Batteriepark dann in einen Speicher für erneuerbare Energien umgewandelt werden. Ein Win-win-Ding, wenn man so will.

Mit der bereitgestellten Leistung könnten im Bedarfsfall fast 100.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Michael Coudyser, CEO von Corsica Sole, dazu: „Schwankungen im Stromnetz lassen sich mit dieser Batteriebank in Sekundenschnelle ausgleichen.“

„Das Entstehen von Reservekapazitäten ist eine gute Nachricht für das Baltikum

Ein Batteriepark ist eine kontrollierte Umgebung, die aus mehreren Containern besteht. Je nach Hersteller kann ein einziger Container Hunderte oder Tausende von Batterien enthalten. Der Batteriepark wird laut ERR.ee den Namen Baltic Storage Platform tragen.

Estlands Klimaministerin Kristen Michal teilte mit, das Entstehen von Reservekapazitäten sei eine gute Nachricht für das Baltikum und auch deshalb begrüßenswert, weil das Projekt von privaten Unternehmen umgesetzt werde.

Darüber hinaus plant Evecon den Bau von 20 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1.200 Megawatt bis Ende 2026 und 78 Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 1.500 Megawatt bis Ende 2024. Es tut sich mächtig was auf baltischem Boden.

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