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„Einzelhändler auf dem europäischen Festland erhalten mehr“

Großbritannien: Supermärkte rationieren Verkauf von Obst und Gemüse

Tesco, Aldi, Asda, Morrisons – die Liste der Supermarktketten, die in ihren britischen Filialen bestimmtes Obst und Gemüse rationieren müssen, wird länger. Grund seien unter anderem „extreme Wetterbedingungen, die Ernten im Ausland beeinträchtigen“, heißt es in Berichten.

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In immer mehr britischen Supermärkten müssen infolge von Knappheit bestimmte Sorten von Obst und Gemüse rationiert werden. (Foto: depositphotos.com)

In der Konsequenz können Tomaten, Paprika und Co. je nach Markt und Standort nur noch in bestimmten Mengen erworben werden. Bei Tesco beispielsweise gibt es pro Kunde und Einkauf nur noch maximal drei Gurken. Das muss reichen.

Nach Angaben der britischen Regierung sind die Engpässe größtenteils auf die eingeschränkte Erntesituation in Spanien und Nordafrika zurückzuführen. Ein großer Teil des Obstes und Gemüses, das im Vereinigten Königreich zu dieser Jahreszeit verzehrt wird, stammt aus diesen Regionen.

Das British Retail Consortium, das die Supermärkte vertritt, geht davon aus, dass die Engpässe „einige Wochen“ andauern werden. Dann beginnt die britische Anbausaison, was den Geschäften alternative Bezugsquellen ermöglicht.

Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass das Vereinigte Königreich möglicherweise unter einer geringeren Inlandsproduktion und einer komplexeren Lieferkette leidet. Dabei ist offen, welche Rolle der Brexit spielt.

Tim O’Malley, Geschäftsführer von Nationwide Produce, einem der größten britischen Händler von frischen Lebensmitteln, führte die Probleme teilweise auf die Art und Weise zurück, wie das Vereinigte Königreich sein Obst und Gemüse einkauft.

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Einzelhändler auf dem europäischen Festland einen größeren Anteil erhalten als das Vereinigte Königreich“, sagte er mit Blick auf geltendes Vertragswerk.

Laut BBC kaufen Einzelhändler im Vereinigten Königreich Obst und Gemüse nach einem längerfristigen Modell ein und zahlen einen Preis für das ganze Jahr. In vielen Ländern Festlandeuropas werde hingegen auf Monatsbasis und damit flexibler gehandelt – wohl ein Wettbewerbsvorteil.

In den letzten Tagen wurden Berichte über die Obst- und Gemüseknappheit in den Sozialen Medien immer wieder durch Bilder von leeren Regalen flankiert. Immerhin: Sainsbury’s, Lidl, Waitrose und M&S haben (noch) keine Beschränkungen angekündigt.

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