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Peinlich, peinlich

England: Passant findet streng geheime Militärakten – an Bushaltestelle

An einer Bushaltestelle im englischen Kent hat am vergangenen Dienstag ein Passant eine durch und durch bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Laut BBC hat die bis heute anonym gebliebene Person im Vorbeigehen hoch sensible militärische Dokumente entdeckt, die scheinbar hinter einem Wartehäuschen deponiert waren.

Die Klassifikation „Top secret“ will nicht recht zu dem passen, was ein Passant an einer Buhaltestelle in Kent gefunden hat. (Darstellung: Ich28)
In einem Teil der Dokumente werden anscheinend neue britische Militärpläne für Afghanistan erörtert – und zwar für die Zeit nach dem Ende des US-geführten Nato-Einsatzes in dem Land.

Ebenfalls brisant und zugleich topaktuell sind weitere Dokumente, die sich mit einem militärischen Zwischenfall befassen, der sich vor einigen Tagen in ukrainischen Küstengewässern entlang der von Moskau seit 2014 annektierten Krimküste ereignet hat.

Bei dem Zwischenfall geriet der britische Zerstörer HMS Defender mit russischen Marineverbänden aneinander. Von russischer Seite sollen dabei Warnschüsse gefallen sein, um die Defender von ihrem Kurs abzubringen.

London sprach in der Folge beschwichtigend von einer Übung, in die man zwar unglücklich, aber rechtmäßig geplatzt sei. Nichts Genaues weiß man nicht, offiziell jedenfalls. Umso schräger ist, dass sich die gefundenen Dokumente scheinbar direkt mit möglichen britischen Reaktionen auf den Zwischenfall befassen.

Insgesamt sollen durch den Passanten fast 50 Seiten sichergestellt worden sein. Darin enthalten: sicherheitsrelevante Dokumente, E-Mails und PowerPoint-Präsentationen. Die BBC mutmaßt, es könne sich nur um Akten eines hochrangigen Beamten des Verteidigungsministeriums gehandelt haben.

In einer ersten Reaktion des Ministeriums hieß es, es habe „einen Vorfall gegeben, bei dem sensible Verteidigungspapiere von einem Mitglied der Öffentlichkeit wiedergefunden“ worden seien.

Zudem habe der betroffene Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums den Verlust der Dokumente im Vorfeld an seine Vorgesetzten gemeldet. Man sei in London also bereits über das „Leck“ informiert gewesen. Immerhin.

QUIZ

sh

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