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„Jede Ungerechtigkeit gegenüber den Verbrauchern aufdecken“

Dänemark: Regierung überwacht Preise bei Energie und Lebensmitteln

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat den Weltmarkt durchgewirbelt, was dazu geführt hat, dass die Preise für viele Waren steigen. Die Inflation bereitet auch in dänischen Haushalten Sorgen, Lebensmittel- und Benzinpreise sind im lange Zeit preisstabilsten Land der EU gestiegen.

Preise Dänemark Inflation
Strom, Butter und Benzin – dänisches Wirtschaftsministerium will sicherstellen, dass die Preise für Güter des täglichen Bedarfs nicht höher steigen als die äußeren Zwänge es erfordern. (Symbolbild: Nordisch.info)
Vor dem Hintergrund der hohen Inflation wird Simon Kollerup als zuständiger Minister für Wettbewerb und Verbraucherfragen die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und anderen Waren unter die Lupe nehmen, um sicherzustellen, dass die Unternehmen keinen unfairen Vorteil aus der Inflation ziehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums, das berichtet die dänische Nachrichtenagentur Ritzau via TV2.

Die Mitteilung kündigt an, dass der Wirtschaftsminister sich hinter die dänischen Verbraucher stellen und eine strengere Preisüberwachung einführen werde, die sich auf Preiserhöhungen bei Waren des täglichen Bedarfs konzentriere.

Kollerup will Vertreter von Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden zur Teilnahme am Regierungs- und Verbraucherforum für Verbraucherpreise einladen. Das Forum, das in der Regel wöchentlich zusammentritt, wird die Preisentwicklung beobachten und prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.

„Die Preise schießen in die Höhe. Und wir spüren es im Portemonnaie […]. Die hohen Preise haben viele Familien gezwungen, ihr tägliches Leben völlig umzustellen, um sich auch nur das Nötigste leisten zu können. Deshalb müssen wir uns die Preissteigerungen genau ansehen. Wir aktivieren jetzt eine umfassende Preiskontrolle bei Energiepreisen wie Strom und bei Lebensmitteln wie Butter und Eiern, damit wir jede Ungerechtigkeit gegenüber den Verbrauchern aufdecken können“, sagt der dänische Wirtschaftsminister Simon Kollerup.

Die strengere Preisüberwachung erfolgt durch das Wirtschaftsministerium und die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (Konkurrence- og forbrugerstyrelsen).

Inflation in Dänemark

Die Inflation in Dänemark stieg von 9,1 % im Juni 2022 auf 9,6 % im Juli 2022. Im gleichen Zeitraum stieg die Inflation in den 27 EU-Ländern insgesamt von 9,6 % auf 9,8 % und in der Eurozone von 8,6 % auf 8,9 %.

Sowohl für Dänemark als auch für die EU ist dies die höchste gemessene Inflation in der Geschichte des Verbraucherpreisindex‘ der EU, die seit 1997 gemessen wird. Sowohl in Dänemark als auch in der EU sind die Preissteigerungen bei Lebensmitteln der Hauptfaktor für den Anstieg der Inflation im Juli gegenüber Juni.

Estland war übrigens mit einer Inflationsrate von 23,2 % Spitzenreiter unter den EU-Ländern in dieser Kategorie.

Kosten für Lebensmittel und Getränke

Im Durchschnitt stiegen die Kosten für Lebensmittel und Getränke (ohne Alkohol) im Juli um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Diejenigen, die am wenigsten haben, trifft es besonders hart“, kommentiert Lisbeth Bech-Nielsen, Ombudsfrau für Unternehmen bei der Sozialistischen Volkspartei (SF), die die Maßnahme des Ministeriums unterstützt.

„Es ist wichtig, sicherzustellen, dass es nur externe Faktoren sind, die zu diesem Anstieg geführt haben“, so die sozialdemokratische Politikerin.

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